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Porzellan, auch als weißes Gold bekannt wurde bereits im 6. Jahrhundert von den Chinesen hergestellt. Ausgangsmaterialien waren eisenfreies Ton, auch Kaolin genannt sowie Quarz und Petuntse. Werden diese Stoffe einer hohen Temperatur ausgesetzt, verbinden sie sich zu diesem harten, zerbrechlichen Material.
Produkte, wie Vasen oder Geschirr aus diesem edlem chinesischen Porzellan waren natürlich bei Fürsten und Königen sehr begehrt und wurden deshalb in großem Umfang nach Europa eingeführt.
Die europäische Produktion von Porzellan begann im 16.Jahrhundert in Dresden. Hier forschte Johann Friedrich Böttger unter erheblichem Druck durch August den Starken an der "künstlichen" Produktion von Gold. Weggefährte war der Physiker und Chemiker Ehrenfried Walther von Tschirnhaus. Gemeinsam entwickelten sie ein Verfahren zur Herstellung des ersten europäischen Hartporzellan. Im Jahre 1709 gab Böttger schließlich die Erfindung des "Weißen Goldes" bekannt und rettete sich somit wahrscheinlich vor dem Galgen.
Per königlichem Dekret von 1710 gründete August der Starke die königlich-polnische und churfürstlich-sächsische Porzellan-Manufaktur in Meißen. Böttger arbeitete dort als Administrator. Das erste Meissener Porzellan wurde 1713 verkauft.
Porzellangeschirr ist ein feinkeramisches Erzeugnis und besteht aus einem Gemisch aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Je nach Brenntemperatur unterscheidet man Weich- und Hartporzellan.
Die Grundstoffe bei der Hartporzellanherstellung werden zunächst in einer speziellen Mischung vermengt, in Formen gegossen und getrocknet. Diese Rohkörper werden nun auf 1000°C erhitzt. Danach wird die Glasur-Flüssigkeit aus Quarz und Marmor aufgetragen und weitere 24 Stunden bei 1380-1450°C gebrannt - dies verleiht dem Geschirr einen zarten Glanz. Soll das Geschirr ein farbenfrohes Dekor aufweisen, wird das Porzellan mit aufgetragenen Aufglasurfarben bei 800-900°C, für spülmaschinenfestes Dekor sogar bei 1400°C, ein drittes Mal gebrannt.













