In den Regalen stehen lange Reihen mit chemischen Keulen, man könnte Glauben, dass es für jede Bakterie, jeden Schmutzfleck und jedem Keim einen eigenen Reiniger gibt. Dabei hat Oma ihr Haus auch gründlich gereinigt, ohne dabei auf gefühlte Einhundert Mittelchen zurückzugreifen. Welche Putztricks kannte Oma, die auch heute noch funktionieren?

Silberbesteck glänzt wie neu

Lange nicht benutztes Silberbesteck entwickelt leider immer wieder angelaufene Stellen. Ohne viel Mühe bekommen Sie das Besteck wieder glänzend, wenn Sie folgenden Trick nutzen. Legen Sie ein Stück Alufolie in eine ausreichend große Plastikschüssel. Vermischen Sie einen Esslöffel normales Kochsalz und einen Esslöffel Natron mit heißem Wasser und geben Sie die Mischung in die Schüssel. Legen Sie dann das Silberbesteck hinzu. Durch eine chemische Reaktion lösen sich die dunklen Stellen vom Silber. Der Prozess stinkt gewaltig, das Silber glänzt im Anschluss aber wieder wie neu.

Zitronensäure gegen Kalk

Mit Essig den Wasserkocher oder die Armaturen zu entkalken, dieser Trick ist bekannt. Wirksamer und umweltschonender als Essig ist jedoch Zitronensäure. Geben Sie einen Teelöffel voll Zitronensäure mit Wasser in den Wasserkocher und erhitzen Sie diese Mischung. Lassen Sie die Säure gut einwirken, nach ca. 30 Minuten ist der Wasserkocher kalkfrei. Mit Zitronensäure lassen sich auch Kaffeemaschinen, Espressomaschinen, Tauchsieder oder die Siebe von Wasserhähnen entkalken.

Welchen Vorteil hat die Anwendung von Zitronensäure gegenüber dem Einsatz von Essig?

Zitronesäure greift die empfindlichen Dichtungen von Maschinen und Armaturen nicht an. Darüber hinaus bestehen die Heizspiralen von modernen Geräten oft im Inneren aus Kupfer, das mit einer Schicht aus Chrom versiegelt wurde. Im Laufe der Zeit bilden sich Lücken in der Versiegelung, was dazu führt, dass sich aus Kupfer und Essig Kupferacetat, der sogenannte Grünspan bildet. Grünspan ist mit Sicherheit nicht gesundheitsfördernd.

Essig gegen Kühlschrankmief

Bei der Reinigung Ihres Kühlschrankes sollten Sie auf Essig zurückgreifen. Säubern Sie zunächst den gesamten Kühlschrank mit Wasser und Spülmittel. Wischen Sie dann zum desinfizieren den gesamten Kühlschrank mit Essig aus. Nach dem Trocknen verliert sich der Essiggeruch schnell und ihr Kühlschrank ist frei von Bakterien und Co.

Vasen und Thermoskannen säubern

Die Belege in Vasen oder Thermoskannen lassen sich mit einer Bürste nur sehr schwer entfernen. Wesentlich einfacher funktioniert Backpulver. Geben Sie einen Esslöffel Backpulver in die Kanne und füllen Sie heißes Wasser auf. Vorsicht, durch die sofort eintretende Reaktion sprudelt das Gemisch leicht über. Ebenso gut wirken Gebissreinigertabletten, diese sind von Natur aus ungiftig in der äußerlichen Anwendung und hochreinigend.

Töpfe von hartnäckigen Flecken befreien

Der letzte Schmorbraten ist im Topf verbrannt oder der Grießbrei hat mindesten 30 Minuten zu lange gekocht? Diese angebrannten Töpfe müssen Sie nicht entsorgen. Geben Sie Spülmaschinenreiniger und Wasser in den Topf und erhitzen Sie das Gemisch. Schon nach kurzer Zeit beginnen die Flecken, sich aufzulösen. Der Topf wird wieder blitzblank.

Wasserränder auf Holz beseitigen

Der Rest der Bienenwachskerze findet so noch Verwendung. Reiben Sie den Fleck auf dem Holz dünn mit dem Bienenwachsstummel ein. Durch ausreichendes Föhnen verflüssigt sich die Wachsschicht gleichmäßig. Polieren Sie die Reparaturstelle mit einem weichen Tuch nach und schon ist der Wasserrand verschwunden.

Fazit

Auch ohne die teure, chemische Keule sind sehr viele Flecken recht einfach und kostengünstig zu beseitigen. Neben dem Geldbeutel freuen sich auch die Umwelt und die eigene Gesundheit über den Chemieverzicht. Trotz oder wegen der Anwendung von chemischen, antibakteriellen oder universellen Reinigungsmitteln nehmen Allergien in Deutschland rasant zu.

Geschrieben am 10.03.2011 in Wissenswertes. 0 Kommentare.

Kräutertee wird eingossenDer Wind fegt den Schnee in Böen ums Haus. Da kommt ein frisch aufgebrühter Kräutertee zum Aufwärmen gerade recht. Die im Frühjahr und Sommer gesammelten und getrockneten Kräuter aus dem eigenen Garten eignen sich für einen wohlschmeckenden Kräutertee hervorragend.

Reine Sorten oder Kräutermischungen?

Ob Sie Ihren Tee lieber Sortenrein trinken oder mit anderen Sorten mischen, ist eine reine Geschmacksfrage. Pfefferminztee schmeckt als Solo-Tee nicht nur Erwachsenen, auch Kinder mögen ihn besonders gern. Brennnesseltee dagegen ist ideal für eine Kräutermischung. Eine aromatische Variante entsteht bspw. aus der Mischung von Brennnesseln, Zitronenmelisse und Himbeerblättern.

Kochendes oder nicht mehr kochendes Wasser?

Kräutertee sollten Sie generell mit sprudelnd kochendem Wasser überbrühen. Das hat zweierlei Gründe. Zum einen bilden sich durch das kochende Wasser die Geschmacksstoffe der verwendeten Kräuter viel besser heraus. Zum anderen werden Bakterien und Keime, die in den getrockneten Teeblättern sitzen könnten, abgetötet. Leicht abgekühltes Wasser kann diesen Gesundheitsaspekt nicht mehr ausfüllen. Kompletten Beitrag lesen…

Geschrieben am 24.02.2010 in Essen und Genießen. 0 Kommentare.

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