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	<title>Kommentare zu: Wie das Geschirr auf unseren Tisch kam &#8211; Teil II</title>
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	<description>Das Magazin des bekannten Onlineshops</description>
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		<title>Von: Christof von Tschirnhaus</title>
		<link>http://www.endlichzuhause.de/blog/wie-das-geschirr-auf-unseren-tisch-kam-i/comment-page-1/#comment-247</link>
		<dc:creator>Christof von Tschirnhaus</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 15:23:42 +0000</pubDate>
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		<description>Hat Böttger von Tschirnhaus einfach abgeschrieben?

In den urkundlichen Quellen aus Dresden liest man folgendes:
 
*1719 schreibt der Generalsekretär der Meißner Manufaktur
-Caspar Bussius- in seinem Bericht, &quot;daß die Porzellanerfindung nicht von Böttger, sondern von dem seeligen Herrn von Tschirnhausen herkommt und dessen schriftliche Wissenschaft  ihm durch den Inspektor Steinbrück zugebracht worden sey.&quot;  (H.St.A.Dresden,Hempel 1823, S.292)
 Und in der Tat hat Steinbrück 1718 in einer Abfassung mit eigenen Worten zugegeben, den handschriftlichen Nachlaß von Tschirnhaus benutzt, bzw. sich von den Manuskripten Abschriften gemacht zu haben. Ferner berichtet er, dass er über die Art, wie Böttger das Porzellan erfunden habe, nicht ganz im klaren sei.
(&quot;Nachrichten über die im Chursächssischen Ertz-Gebirge befindlichen Edelen guthen und raren Gesteine&quot; -Kgl.Bibliothek Dresden Ms.J. 275, 1718-)
*1727 hält in Paris der französische Technologe und Biologe Réaumur (Erfinder des Thermometers) einen Vortrag über die Herstellung des europ. Porzellans und bezeichnet v.Tschirnhaus als den Erfinder.  (H.St.A.Dresden Loc.1341) :&quot;Die Academie hat einen ihrer Glieder, Herrn Tschirnhausen, gehabt, welcher das Arcanum eines Porcellaines, welches dem ansehen nach eben dasselbe ist, so in Sachsen gemacht wird, erfunden…&quot;
*Noch im Sept 1707 sträubte sich Böttger zur Mitarbeit an der Porzellenherstellung.
Er wolle sich nicht &quot;in die Porcelain-Arbeit melieren, die Tschirnhausens Angelegenheit sei.&quot;
(H.St.A.Dresden, Artikel Böttger der Encykloädie der Wissenschaften und Künste, 11.Teil,1823)

 *Brief Böttgers vom 14.10.1708, geschrieben drei Tage nach dem Tode von Tschirnhaus, in dem er die Herstellung eines Porzellanbechers durch E.W.v.Tschirnhaus bestätigt, (H.St.A.Dresden Loc.976).

 *v.Tschirnhaus wird vom König zum Geheimen Rat und Direktor der zu gründenden Manufaktur ernannt (H.St.A.Dresden, Königliche Resolution über die Böttgerschen Rechnungen, 1708)

- und August verfügte, &quot;…daß wir dem Herrn von Tschirnhausen 2561 Thaler haben auszahlen lassen…&quot;  (H.St.A.Dresden Loc 2097, Nr.49).
 *Ein weiterer Zeitzeuge ist Herr Peter Mohrenthal aus Dresden. Er schreibt 1732:
 &quot;Ganß Sachsen wird so leicht den Herrn von Tschirnhausen nicht vergessen, und sein Ruhm wird ewig bestehen, so lange nehmlich, als die Porcellain-Fabriqve in Meißen welche nächst der Chinesischen, ihres gleichen in der Welt nicht hat,… Denn eben der Herr von Tschirnhausen ist derjenige, so die Massam zu Porcellain am ersten glücklich gefunden, und hat sie nach ihm der bekannte Bötticher völlig ausgearbeitet… Der Tod nehmlich unterbrach alle schönen Bemühungen des Herrn von Tschirnhausen, welche die Welt nicht mit Golde bezahlen kann.&quot;
(P.G.Mohrenthal: Lebens-Beschreibung des Welt-berühmten E.W.von Tschirnhaus in gleichen Nachrichten von seinen Schriften und seltenen Erfindungen. In: Curiosa Saxonica, Drittes repoitorium Probe 38 und 39.Dresden 1731).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hat Böttger von Tschirnhaus einfach abgeschrieben?</p>
<p>In den urkundlichen Quellen aus Dresden liest man folgendes:</p>
<p>*1719 schreibt der Generalsekretär der Meißner Manufaktur<br />
-Caspar Bussius- in seinem Bericht, &#8220;daß die Porzellanerfindung nicht von Böttger, sondern von dem seeligen Herrn von Tschirnhausen herkommt und dessen schriftliche Wissenschaft  ihm durch den Inspektor Steinbrück zugebracht worden sey.&#8221;  (H.St.A.Dresden,Hempel 1823, S.292)<br />
 Und in der Tat hat Steinbrück 1718 in einer Abfassung mit eigenen Worten zugegeben, den handschriftlichen Nachlaß von Tschirnhaus benutzt, bzw. sich von den Manuskripten Abschriften gemacht zu haben. Ferner berichtet er, dass er über die Art, wie Böttger das Porzellan erfunden habe, nicht ganz im klaren sei.<br />
(&#8220;Nachrichten über die im Chursächssischen Ertz-Gebirge befindlichen Edelen guthen und raren Gesteine&#8221; -Kgl.Bibliothek Dresden Ms.J. 275, 1718-)<br />
*1727 hält in Paris der französische Technologe und Biologe Réaumur (Erfinder des Thermometers) einen Vortrag über die Herstellung des europ. Porzellans und bezeichnet v.Tschirnhaus als den Erfinder.  (H.St.A.Dresden Loc.1341) :&#8221;Die Academie hat einen ihrer Glieder, Herrn Tschirnhausen, gehabt, welcher das Arcanum eines Porcellaines, welches dem ansehen nach eben dasselbe ist, so in Sachsen gemacht wird, erfunden…&#8221;<br />
*Noch im Sept 1707 sträubte sich Böttger zur Mitarbeit an der Porzellenherstellung.<br />
Er wolle sich nicht &#8220;in die Porcelain-Arbeit melieren, die Tschirnhausens Angelegenheit sei.&#8221;<br />
(H.St.A.Dresden, Artikel Böttger der Encykloädie der Wissenschaften und Künste, 11.Teil,1823)</p>
<p> *Brief Böttgers vom 14.10.1708, geschrieben drei Tage nach dem Tode von Tschirnhaus, in dem er die Herstellung eines Porzellanbechers durch E.W.v.Tschirnhaus bestätigt, (H.St.A.Dresden Loc.976).</p>
<p> *v.Tschirnhaus wird vom König zum Geheimen Rat und Direktor der zu gründenden Manufaktur ernannt (H.St.A.Dresden, Königliche Resolution über die Böttgerschen Rechnungen, 1708)</p>
<p>- und August verfügte, &#8220;…daß wir dem Herrn von Tschirnhausen 2561 Thaler haben auszahlen lassen…&#8221;  (H.St.A.Dresden Loc 2097, Nr.49).<br />
 *Ein weiterer Zeitzeuge ist Herr Peter Mohrenthal aus Dresden. Er schreibt 1732:<br />
 &#8220;Ganß Sachsen wird so leicht den Herrn von Tschirnhausen nicht vergessen, und sein Ruhm wird ewig bestehen, so lange nehmlich, als die Porcellain-Fabriqve in Meißen welche nächst der Chinesischen, ihres gleichen in der Welt nicht hat,… Denn eben der Herr von Tschirnhausen ist derjenige, so die Massam zu Porcellain am ersten glücklich gefunden, und hat sie nach ihm der bekannte Bötticher völlig ausgearbeitet… Der Tod nehmlich unterbrach alle schönen Bemühungen des Herrn von Tschirnhausen, welche die Welt nicht mit Golde bezahlen kann.&#8221;<br />
(P.G.Mohrenthal: Lebens-Beschreibung des Welt-berühmten E.W.von Tschirnhaus in gleichen Nachrichten von seinen Schriften und seltenen Erfindungen. In: Curiosa Saxonica, Drittes repoitorium Probe 38 und 39.Dresden 1731).</p>
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