Flambieren

Flambieren: gefährliche Köstlichkeiten

Eine delikate Knackkruste, zündelndes Obst oder ein pfeffriges Steak, durch das Flambieren entstehen geschmacklich oft völlig neue Köstlichkeiten. Ein gelungenes flambiertes Gericht ist der Ritterschlag für jeden Hobbykoch. Aber, das Flambieren ist nicht ganz ungefährlich und will geübt sein. Servietten und ähnlich leicht brennbare Utensilien sollten aus der direkten Nachbarschaft entfernt werden.

Welche Gerichte können flambiert werden?

Am bekanntesten ist die Creme Brulee, mit ihrer delikaten Knackkruste. Erdbeeren oder Ananas können ebenso flambiert werden, wie Käse oder ein herzhaftes Steak. Wichtig ist nur, dass das zu flambierende Gericht heiß sein muss.

Mit einem Trick kann jedoch sogar Eis flambiert werden. In diesem Fall wird einfach ein mit Alkohol getränkter Zuckerwürfel in das Eis gesteckt oder an den Rand der Eisschale gelegt und angezündet.

Welcher Alkohol eignet sich zum Flambieren?

Der verwendete Alkohol sollte mindestens ein 40-prozentiger sein. Vermeiden Sie den Einsatz von billigem Hochprozentigen, denn das spätere Gericht soll durch das Flambieren eine besondere Geschmacksnote erhalten. Da bietet sich ein guter Rum oder Cognac, ein edler Wodka oder Gin aber auch ein aromatisches Kirsch- bzw. Birnenwasser an. Desserts oder Getränke lassen sich geschmacklich toll mit Likören verfeinern. Sind die ausgesuchten Liköre nicht hochprozentig genug, können Sie diese mit einem hochprozentigem Weinbrand oder Wodka mischen.

Wie werden die Gerichte heiß gehalten?

Die zu flambierenden Gerichte sollten bis zum Servieren nicht zu sehr abkühlen. Halten Sie die Speisen auf einem Rechaud warm. Dafür verwenden Sie am besten eine Pfanne mit einem recht langen Stiel. So vermeiden Sie auch spätere Brandblasen an den Fingern.

Das Flambieren

Sie benötigen keine großen Mengen an Alkohol zum Flambieren. Mehr als den Inhalt eines Schnapsglases brauchen Sie selten auf einmal. Erwärmen Sie den Alkohol vor der Verwendung auf mindestens 40 Grad Celsius. Dazu können Sie entweder die Mikrowelle oder eine Kerze verwenden. Gießen Sie den erwärmten Alkohol auf das heiß gehaltene Gericht. Halten Sie die Stielpfanne über dem Rechaud ein wenig schräg, so dass die Flamme überspringen kann. Der Alkohol entzündet sich und verbrennt. Übrig bleibt das angenehme Aroma des verwendeten Alkohols. Eine weitere, nicht ganz so spektakuläre Art des Flambierens können Sie mittels einer Schöpfkelle bewerkstelligen. Dabei wird eine kleine Menge Alkohol in die Kelle gegeben und über einer Kerze erwärmt. Zünden Sie das Ganze mit einem Kaminstreichholz an. Träufeln Sie den brennenden Alkohol dann über das zu flambierende Gericht.

Muss der Alkohol vollständig verbrennen?

Für das Flambieren müssen Sie hochprozentigen Alkohol verwenden. Nicht verbrannte Reste des Alkohols schmecken sehr intensiv. Lassen Sie daher alle kleinen Flämmchen vollständig ausbrennen.

Sonderfall Creme Brulee

Bei der Creme Brulee wird kein Alkohol verbrannt, sondern die aufgestreute Zuckerschicht erhitzt. Durch das Erhitzen entsteht eine knackige Karamelkruste.

Fazit

Mit einer gut inszenierten Feuershow kann jeder Hobbykoch seine Gäste beeindrucken und sie mit einem exklusiven Geschmackserlebnis verzaubern.

4 Gedanken zu „Flambieren: gefährliche Köstlichkeiten

  1. Shoushou

    Danke, endlich kenn ich den Trick, wie man Eis flambiert, ich hab mich immer gefragt, wie das funzen soll, großartig, mach ich zu Ostern
    Apropos habt ihr ein besonderes Osterzopf Rezept auf Lager? So mit Hefe und Rosinen, aber für Nichtkönner wie mich mit Gelinggarantie?
     
    Schöne Woche Shoushou

  2. Stefan

    Wir können dem Artikel nur zustimmen.
    Doch nicht nur Crème brulée, man kann noch mehr tolle Sachen machen: Z.B. flambierte Pfannkuchen, oder auch Mascarponecreme ist flambiert echt lecker! Ein paar Rezeptvorschläge haben wir hier aufgeführt: http://flambierbrenner.com/

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