Bratapfel

Bratäpfel zum Nikolaustag

Zum Gedenken an den heiligen Nikolaus wird heute noch am Nikolaustag ein besonderer Nachtisch kredenzt – der Bratapfel. Bischoff von Myra soll in im vierten Jahrhundert an die armen Leute runde Goldklumpen verteilt haben. Der fertig gebratene Apfel erinnert allerdings nur noch am Rande an diese Begebenheit.

Was macht dieses leichte Dessert so besonders?

Eine Antwort ist ganz klar – der Duft und später beim Genießen, das köstliche Zusammenspiel des Apfelaromas mit den Weihnachtsgewürzen. Wenn der Bratapfel im Ofen vor sich hin backt, riecht es nach Weihnachten. Je nach Rezept mal mehr nach Zimt oder mehr nach Ingwer aber immer liegt ein appetitlicher Wohlgeruch in der Luft.

Welche Apfelsorten eignen sich?

Nach der berufenen Meinung unserer Großmütter eignen sich Winterapfelsorten, wie der Borsdorfer Apfel, Glockenapfel, Gloster, Berlepsch, Cox Orange aber auch der Braeburn und Elstar hervorragend für einen Bratapfel. Wichtig ist, dass der Apfel eine leichte Säure aufweist und ein festes Fruchtfleisch hat.

Tipps für die Zubereitung

Zum Anfang sei gesagt, so bildhaft schön wie auf den Fotos sieht ein Bratapfel nicht aus. Die ersten Versuche einen köstlichen Bratapfel herzustellen enden nicht selten mit einem halbrohen oder mit derben Verbrennungen gespickten Apfel. In Sachen Hitze ist der Bratapfel eine kleine Mimose. Zu viel Temperatur lässt ihn verbrennen, bei zu wenig Hitze gart der Apfel nicht durch.

Wie lange und bei welcher Temperatur muss der Bratapfel backen?

Aus der Erfahrung heraus ist eine Temperatur von 180 Grad ideal. Der Apfel bleibt so lange im Herd, bis die Schale anfängt aufzureißen. Stellen Sie zusätzlich eine Schüssel mit Wasser auf den Herdboden. Der heiße Dampf unterstützt den Backvorgang und lässt den Apfel nicht allzu sehr schrumpeln.

Alufolie hilft

Schauen Sie sich nach ca. 20 Minuten Ihre Bratäpfel genauer an. Wenn sich auf den Äpfeln bereits sehr braune Stellen zeigen, müssen Sie sie abdecken. Gegen ein Verbrennen der Äpfel hilft das Abdecken mit Alufolie. Legen Sie ein ausreichend großes Stück Folie über die Form.

Auflaufform oder nicht?

Es ist reine Geschmackssache, ob Sie eine Auflaufform verwenden oder die Äpfel in Alufolie einpacken und dann in den Ofen stellen. Der Vorteil der Auflaufform sind die zusätzlichen Flüssigkeiten, in die Sie die Äpfel hinein legen können. Buttern Sie in jedem Fall die Auflaufform vor der Verwendung.

Vorsicht heiß

Ein Bratapfel direkt aus dem Herd ist sehr heiß, manch einer, der es gar nicht abwarten kann, verbrennt sich schnell die Zunge. Lassen Sie den Apfel vor dem Servieren einige Minuten abkühlen.

Rezepte

Eine kleine Ideensammlung von unterschiedlichen Füllungen für diesen köstlichen Nachtisch stellen wir Ihnen in diesem Teil vor.

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