Mittwoch, Dezember 13, 2017
Tischgeflüster-Magazin von Endlichzuhause.de

Cool in der Küche – ein Interview mit Sterneköchin Maria Groß

Maria Groß im Interview

Maria Groß, bekannt als ehemalige Küchenchefin im KAISERSAAL Erfurt, wurde 2013 mit einem der begehrten Sterne des „Guide Michelin“ ausgezeichnet. Auch 2014 überzeugte sie die Tester und konnte ihren Stern erfolgreich verteidigen. Ab November letzten Jahres hat sie ein neuen kulinarische Zuhause gefunden. Die 36-jährige übernahm das Traditionshaus „Bachstelze in Erfurt-Bischleben.

Unsere Redakteurin nahm an einem Kochkurs bei der sympathischen Küchenchefin teil und bekam die Gelegenheit, ihr ein paar Fragen zu stellen.

Frau Groß, meinen herzlichen Glückwunsch zur erneuten Bestätigung ihres Michelin-Sternes. Um es so weit zu bringen, muss man sicher eine große Leidenschaft für das Kochen haben. Wollten Sie eigentlich schon immer in diesen Beruf?

Maria Groß: Der Weg in diesen Beruf war für mich ein Entwicklungsprozess. Nach dem Abitur wollte ich zunächst studieren. Während des Studiums kam ich dann über einen Zufall zum Kochen und habe festgestellt, dass darin meine eigentliche Passion liegt.

Die Auszeichnung vom „Guide Michelin“ kam ja ziemlich bald, nachdem Sie Anfang 2013 die Küchenleitung im Restaurant „Clara“ übernommen hast. Wie war das eigentlich?

Maria Groß: Wir hatten gerade mal 10 Monate auf als wir den Stern bekommen haben. Das Gefühl und die Freude darüber waren unbeschreiblich. Denn die Auszeichnung des „Guide Michelin“ ist nach wie vor für jeden Koch die wichtigste Auszeichnung und sie spornt natürlich an.

Zum Thema Wintergemüse: das Thema des heutigen Kochevents stand ja unter dem Motto „Winterschlaf“. Für viele Hobbyköche gelten die typischen Wintergemüse als langweilig, vor allem in den herkömmlichen Zubereitungsarten. Haben Sie ein paar Tipps für unsere Leser?

Ich finde, auch Kohl ist ein tolles Gemüse, welches sich in der Zubereitung wunderbar variieren lässt. Man könnte ihn z.B. kurzgebraten, gewürzt mit etwas Kakaobohnen, Pfeffer, Salz und Muskat servieren. Kraut, egal ob Weiß- oder Rotkraut lässt sich auch wunderbar backen und als Chip reichen. Auch die Schwarzwurzel wird wieder ein Revival erleben. In der Kombination mit Mandel ist das eine tolle Geschichte. Auch die zig verschieden Kürbissorten lassen sich auf so viele spannende Arten zubereiten. Wichtig ist, sich einfach mal was zu rtrauen und mit Aromen und gewürzen zu experimentieren.

Eine letzte Frage: Sie sind den ganzen Tag in der Küche. Wenn Sie dann mal frei haben und zu Hause sind, kochen Sie dann selbst? Und wenn ja, was?

Privat koche ich nicht oft. Maximal Pasta oder Rührei. Oft gibt es einfach nur Brot mit einem guten Käse. Außerdem liebe ich es, Essen zu gehen und mich verwöhnen zu lassen.

Vielen Dank für das nette Gespräch.

1 Comment

  1. Claus 29. September 2016 at 16:43

    Herzlichen Glüchwunsch zum Michelin Stern!
    Schönes Interview. Interessant, dass eine Köchin privat nicht viel kocht 😀

    LG Claus

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