Pfirsichkuchen

Einfacher gehts nicht: Schneller Pfirsichkuchen

Aufwendige Kuchenrezepte gibt es viele, wie ich finde. Aber, wenn sich unerwartet Gäste zum Kaffee anmelden oder man am Wochenende spontan Lust bekommt, einen Kuchen zu backen, braucht man ein paar einfache und gelingsichere Rezepte, die in Rekordzeit fertig sind.

Nur 5 Minuten Arbeit

Das Rezept, welches ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist auch für Backanfänger absolut gelingsicher. Diesen Kuchen können Sie ohne viel Aufwand backen, denn die Zutaten dafür haben Sie meist schon zu Hause vorrätig. Außerdem ist der Pfirsichkuchen so schnell gemacht, dass die Zeit zwischen Mittagessen und Kaffee spielend ausreicht, um ihn zu backen.

Rezept: Schneller Pfirsichkuchen

Zutaten

  • 100 gr Butter
  • 100 gr Zucker
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch
  • 250 gr Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Dose Pfirsiche
  • Puderzucker

Zubereitung

Während die Pfirsiche abtropfen, bereite ich den Teig zu. Dazu werden die oberen sieben Zutaten in einer Schüssel mit dem Handrührgerät ordentlich verrührt. Den Teig gebe ich anschließend in eine gefettete Springform. Meine Form ist eckig und ca. 23×23 cm groß. (Es geht natürlich auch eine runde.) Glattstreichen nicht vergessen!

Auf dem Teig werden nun die Pfirsiche schön gleichmäßig verteilt. Jetzt kommt die Springform in den vorgeheizten Ofen bei 180° Grad Ober-/Unterhitze für ca. 30 bis 35 Minuten. Jeder Ofen bäckt etwas anders, deswegen sollte man den Kuchen beim ersten Mal ab und zu im Blick haben und ihn notfalls mit Backpapier oder Alufolie abdecken, wenn er zu braun wird.

Wenn die Backzeit um ist, lasse ich den Kuchen etwas auskühlen und bestreue ihn mit Puderzucker, da das, wie finde, noch schöner aussieht.

Et voilà, fertig ist ein einfacher, leckerer Kuchen, der Ihre Kaffeegäste glücklich machen wird.

 

Ihre Hobbyköchin

Ofengemüse mit Bärlauch-Pesto

Ofengemüse mit Bärlauchpesto und Kräutersoße – schnell, lecker, vegetarisch

Gemüse zu essen ist ja bekanntlich sehr gesund. Aber die üblichen Standardgemüsegerichte können  schnell langweilig werden. Eine wirklich schöne Alternative zu den herkömmlichen Rezepten aus dem Topf ist das Gemüse vom Blech. Wenn man die richtigen Gemüsesorten auswählt, mögen es vor allem auch Kinder ganz gerne.

Ofengemüse: vielseitig bei wenig Arbeitsaufwand

Waschen, schneiden und aufs Blech damit: Ofengemüse macht relativ wenig Aufwand, ist gesund und schmeckt zudem auch noch wirklich gut. Dabei ist man ziemlich flexibel bei den Zutaten. Man nimmt das Gemüse, welches man grade da hat. Am Besten ist es, die gemüsesorten bunt zu mischen, denn Gemüse in vielen unterschiedlichen Farben bieten ein breites Spektrum an den verschiedenen gesunden Pflanzenstoffen. Außerdem sieht das Ofengericht so richtig lecker aus, denn schließlich isst auch das Auge mit.

Auch bei den Soßen sind verschiedenen Varianten denkbar. Eine schöne Kombination, die ich immer wieder zubereite ist folgende:

Ofengemüse mit zwei verschiedenen Soßen

Da ich am liebsten saisonal koche,  variiere ich die Gemüse und nehme das, was gerade frisch angeboten wird. im Prinzip geht fast alles an Gemüse. Auberginen werden auf dem Blech gebacken wirklich sehr lecker, es eignet sich aber auch Brokkoli, Paprika, Zuchini, Kürbis, Fenchel…Man kann hier munter die verschiedenen Gemüsesorten mischen, die man mag. Wie schon oben gesagt, gibt es beim Ofengemüse kein Rezept mit festgelegten Zutaten.

Zutaten für das Ofengemüse

Für das abgebildete Rezept (reicht für 4-5 Personen)

  • 2 Auberginen
  • 1 große Süßkartoffel
  • 3-4 neue Kartoffeln (festkochend)
  • 4 Möhren
  • 3-4 Pastinaken
  • 1 Bd. grünen Spargel
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Rosmarin
  • Öl, am besten neutrales Rapsöl, welches hoch erhitzbar ist
  • Salz, Pfeffer
  • und meine Geheimzutat: Pimentón de la Vera (das ist geräuchertes Paprikapulver aus der spanischen Provinz Extremadura. Ich empfehle das originale und zwar in der Variante: dulce/mild)

Das rohe Ofengemüse

Zubereitung des Ofengemüses

Zunächst wird das Gemüse  gründlich gewaschen. Dann schneide ich alles in grobe Stücke. Die Stücke sollten nicht zu klein werden, damit sie im Backofen nicht  zu schnell zu braun werden. Das zerteilte Gemüse wird nun in einer großen Schüssel mit Salz und Pfeffer und Öl durchgemischt.

Jetzt kommt alles aufs Blech in den vorgeheizten Ofen bei gut 200° Grad für  insgesamt etwa 40 -45 Minuten bei Unter/Oberhitze. Nach 20 Minuten wende ich das gemüse vorsichtig und gebe Rosmarin und einen Teelöffel Pimentón de la Vera dazu.

Ofengemüse auf dem Blech

Während das Gemüse im Ofen brät, bereite ich die beiden Soßenvarianten zu.

Bärlauchpesto

Sobald Bärlauchzeit ist, stelle ich mein Bärlauchpesto natürlich selbst her. Wichtig ist, den Bärlauch gründlich zu waschen und anschließend mit einem Küchentuch zu trocknen.

  • 200 g Bärlauch
  • 50 g Cahewkerne
  • 50 g Parmesan
  • Olivenöl, etwas Salz

Alle Zutaten werden im Mixbecher mit dem Pürierstab vermixt, bis eine schöne sämige Paste entstanden ist. Mit ewas Olivenöl bedeckt, lässt sich das Pesto im Kühlschrank gut eine Wele aufbewahren.

Kräutersoße

Sehr gut zum Ofengemüse passt auch eine Kräutersoße, die ich mit folgenden Zutaten ganz schnell selbst mache:

  • Griechischen Joghurt (1 Becher)
  • Schnittlauch (ca. 1/2 Bund)
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Der Schnittlauch wird gewaschen, in feine Röllchen geschnitten und anschließend mit den anderen Zutaten verrührt.

Wenn das Ofengemüse fertig ist, serviere ich dieses gerne mit ein paar Baguettescheiben und den beiden Soßen.

Guten Appetit wünscht

Ihre Hobbyköchin

 

Hühnersuppe

Selbstgemachte Hühnersuppe – einfach und wirksam bei Erkältung

Selbst wenn es mittlerweile bis in den letzten Haushalt vorgedrungen ist, ich kann es nicht oft genug wiederholen: für mich gibt es kein besseres Hausmittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit als eine gute, selbstgekochte Hühnersuppe. Sobald eine Erkältung mit all ihren Unbillen droht, mache ich mich auf und besorge die nötigen Zutaten für diese heilkräftige und leckere Suppe.

Die Heilkraft der Hühnersuppe – Märchen oder Wirklichkeit

Was Oma und Mutter schon immer wussten: Hühnersuppe hilft, und zwar nicht nur subjektiv. Die Wirksamkeit der schon seit Jahrhunderten bei Erkältungskrankheiten  eingesetzten heiße Brühe, wurde inzwischen sogar durch wissenschaftliche Forschungen nachgewiesen. So sorgen Bestandteile in der Hühnersuppe dafür, dass die bei einer Erkältung übermäßig angeschwollenen Schleimhäute abschwellen und man so wieder besser durchatmen kann. Außerdem wirkt die Suppe entzündungshemmend und immunstärkend. Wer hätte das gedacht?

Meine leckere Hühnersuppe: Schritt-für Schritt-Anleitung

Eine leckere Hühnersuppe selbst zu kochen ist kein Geheimnis, wenn man die richtigen Zutaten verwendet und ein paar Dinge beachtet. Rezepte dafür gibt es allerdings unzählige. Mein Hühnersuppenrezept mache ich für unsere Familie schon jahrelang so. Es ist einfach, geht relativ schnell und ist bei allen Familienmitgliedern sehr beliebt. Zudem lässt sich die Suppe sich sehr gut auf Vorrat vorbereiten und einfrieren. So hat man, wenn es mal schnell gehen muss, immer etwas leckeres, selbstgekochtes parat.

Zutaten

Für eine gute Hühnersuppe braucht man schönes Huhn – ich persönlich nehme kein tiefgefrorenes Suppenhuhn sondern verwende lieber ein frisches Suppenhuhn guter Qualität. Dann brauche ich noch Suppengemüse und einmal extra Gemüse für die Einlage. Es kommen noch ein paar Gewürze dazu sowie Eier und Milch für den Eierstich. Das war’s auch schon.

Zutaten für Hühnersuppe

Hier noch einmal alles auf einen Blick:

  • ein Suppenhuhn
  • ein Bund Suppengrün, geputzt und in Stücke zerteilt
  • eine Zwiebel, halbiert und gespickt mit 6-8 Nelken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Wacholderbeeren
  • 2 Pimentkörner

Später kommen noch hinzu:

  • Suppennudeln
  • Gemüse, in feine Streifen geschnitten
  • 2 Eier
  • 125 ml Milch
  • Muskatblüte (oder Muskatnuss)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung Hühnersuppe

Zunächst wasche ich mein Huhn sorgfältig und setze es zusammen mit der Zwiebel, der Knoblauchzehe, dem Suppengemüse und den Gewürzen in einem großen Topf mit etwa 3 Litern Wasser an. Das Wasser sollte übrigens kalt sein – dann entwickelt sich nicht soviel Schaum, der später wieder abgeschöpft werden muss.

Huhn in Topf

Das Ganze lasse ich jetzt je nach Größe und Gewicht des Huhns ca. 60 Minuten leicht vor sich hin köcheln. Man muss hin und wieder den Schaum, der sich bildet abschöpfen. Wenn das Fleisch weich ist und sich die Knochen der Keulen schon leicht lösen lassen, kann man den Topf vom Ofen nehmen.

Nun wird die Brühe abgesiebt, das Fleisch von der Haut befreit und von den Knochen gelöst. Die Brühe würze ich jetzt mit Salz und Pfeffer. Dann gebe ich mein feingeschnittenes Gemüse (Möhren, Blumenkohl, Sellerie, Lauch und Erbsen) hinzu und lasse dieses in der heißen Brühe bei geringer Hitze weich (aber nicht zu weich) werden. Wenn das Gemüse fast weich ist, kommen noch die (separat gekochten) Suppennudeln, das ausgelöste Fleisch und der Eierstich hinzu. Jetzt wird noch einmal mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und schon kann aufgetischt werden. Ich serviere die Suppe gerne noch mit ein paar Schnittlauchröllchen oder gehackter Petersilie.

Zubereitung Eierstich

Ich liebe Eierstich in einer Suppe. Erstens schmeckt er gut und zweitens macht er richtig was her, vor allem, wenn Gäste mit am Tisch sitzen. Dabei geht er auch noch richtig schnell:

Ich verquirle zwei Eier mit Salz, Pfeffer, etwas Muskatblüte und 125 ml Milch. Diese Masse gebe ich dann in einen Gefrierbeutel, verschließe diesen und gebe ihn in einen Topf mit köchelndem Wasser. Nach 30 bis 35 Minuten ist die Masse fest und kann vorsichtig in Würfel geschnitten werden.

Eierstich im Gefrierbeutel

Guten Appetit wünscht

Ihre Hobbyköchin

Zutaten für Pesto

Die Kunst ein gutes Pesto zu machen

Wer heutzutage noch Pesto kauft, statt es selbst zu machen, ist selber schuld. Das klingt zunächst radikal, wird aber regelmäßig durch unabhängige Verbrauchertests betätigt. Erst im Sommer 2013 hatte die Stiftung Warentest wieder diverse Pestos untersucht und zwar mit niederschmetterndem Ergebnis: empfehlenswert war nämlich keins.

Echtes Pesto Genovese

Die Bezeichnung „Pesto Genovese“ ist in der EU bislang nicht geschützt (witzigerweise, weil wohl bislang noch kein korrekter Antrag bei der Zulassungsbehörde gestellt wurde). Das öffnet den Herstellern natürlich Tür und Tor – lesen Sie doch mal die Etiketten. So ist es nicht verwunderlich, dass es kaum ein gutes Pesto auf dem Markt gibt. Ich habe jedenfalls noch keins gefunden.

Billige Ersatzstoffe für teures Geld

Selbstgemachtes Pesto ist schnell gemacht und schmeckt bei weitem besser als gekauftes. Wem das als Argument zum Selbermachen nicht reicht, der sollte wirklich mal einen Blick aufs Verbraucherschildchen werfen. Hier wird getrickst und gestreckt, was das Zeug hält. Statt bestem Olivenöl wird hauptsächlich billiges Sonnenblumenöl verwendet. Die Pinienkerne entpuppen sich als preiswertere Cashewkerne und der gute Parmigiano Reggiano wird ordentlich mit Gries gestreckt. Schließlich solls schön sämig sein. Das Ganze lassen sich die Produzenten auch noch fürstlich bezahlen – Pestos sind im Verhältnis zu den verwendeten Lebensmitteln nämlich richtig teuer.

Nur sechs Zutaten im Original

Ins original Pesto Genovese gehören nur wenige Zutaten: Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch, ein gutes Olivenöl, Parmesan- oder Peccorinokäse sowie etwas grobes Meersalz. Thats it. Wenn man hier eine gute Qualität wählt und ein paar Dinge bei der Zubereitung beachtet, bekommt ein Pesto, welches man so niemals kaufen kann. Ich persönlich mache lediglich bei den Pinienkernen Abstriche, dazu aber unten mehr.

Pesto verde

Pesto verde

Selbstgemachtes Pesto verde

So, hier nun unser heißgeliebtes und schon vielfach weitergegebenes Rezept für ein richtig leckeres Pesto verde. Die Zutaten sind eigentlich die gleichen, wie im ligurischen Original. Nur bei den Pinienkernen mache ich persönlich Abstriche. Diese ersetze ich durch Walnüsse oder Mandeln. Das hat den Grund, dass aus dem Mittelmeerraum stammende Pinienkerne hier einfach kaum erhältlich sind, denn sie sind aufgrund ihrer Erntebedingungen (Wildsammlung) sehr teuer. Außerdem werden sie wegen ihres hohen Fettgehaltes schnell ranzig. Der billigere Ersatz aus China hat einen noch höheren Fettgehalt und wird daher noch schneller ranzig.

Zutaten

  • 2 bis 3 Basilikumtöpfe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 40 – 50 g Walnüsse oder Mandeln
  • 70 g Parmesan
  • 150 – 200 ml Olivenöl (kaltgepresst)
  • etwas grobes Meersalz

Ich halte mich bei der Zubereitung jedoch nicht sklavisch an die hier vorgegebenen Mengenangaben sondern tariere die einzelnen Zutaten je nach Gusto aus. Geschmeckt hat es trotzdem bis jetzt immer.

So geht`s

Das Wichtigste zuerst: Bei der Pestoherstellung sollte man zügig arbeiten, damit die Zutaten nur wenig oxidieren (mit dem Sauerstoff reagieren) können. Und egal, ob man sich fürs Mixen/Pürieren oder das Mörsern entscheidet (eine Glaubensfrage, die ich hier nicht entscheiden kann), es sollte schnell gehen, damit das Öl nicht bitter wird.

Zuerst zupft man die Basilikumblätter von den Stängeln (rustikalere Typen verwenden diese mit). Anschließend kommen diese zusammen mit den in der Pfanne ohne Fett angerösteten Nüssen oder Mandeln sowie dem grob geriebenen Parmesan und den anderen Zutaten in einen Mixbecher (Sie sehen schon, ich bin der Mixtyp.) und werden kurz mit dem Pürierstab püriert. Es ist schön, wenn noch kleine Stückchen da sind. Aufbewahren kann man das Pesto in einem Schraubglas im Kühlschrank. Mit einer Schicht Öl auf der Masse (verhindert das Oxidieren) hält sich das Ganze auch eine Weile. Zur Halbarkeit habe ich unterschiedlichste Angaben gefunden, die meisten geben ungefähr zwei Wochen an. Bei uns ist es immer schon nach wenigen Tagen verputzt.

Pesto rosso und Pesto verde

So siehts fertig aus: das rote Pesto aus getrockneten Tomaten und das grüne Pesto mit Basilikum.

Abwandlungen

Ich finde, für ein gutes Pesto kann man ruhig auch mal experimentieren. So verwende ich im Sommer zum Beispiel statt des grünen Basilikums auch gerne Strauchbasilikum, da ich es selbst anbaue und es dann in rauen Mengen vorhanden ist. Das Strauchbasilikum ist violett und vom Geschmack her pfeffriger und insgesamt würziger als das milde grüne Basilikum.

Selbstgemachtes Pesto rosso

Statt des Basilikums verwende ich für meine Pestos auch gerne getrocknete oder in Öl eingelegte Tomaten. Manchmal auch in Kombination mit Oliven oder Kapern. Wenn man die Grundregeln bei der Herstellung beachtet und gute Zutaten verwendet, kommt dann eigentlich immer etwas Gutes dabei heraus. Besonders lecker und schnell gemacht ist auch das Rezept für ein schönes Pesto rosso.

Zutaten

1 kleines Glas in Öl eingelegte Tomaten oder
140 g getrocknete Tomaten
2 Knoblauchzehen
50 g Walnüsse oder Mandeln
70 g Parmesan
150 – 200 ml bestes Olivenöl
etwas grobes Meersalz

So geht`s

Zuerst lässt man die in Öl eingelegten Tomaten gut abtropfen. Dann schneidet man diese in Streifen und gibt sie in den Mixbecher. Anschließend kommen die anderen Zutaten hinzu und werden mit dem Pürierstab grob püriert. Die Nüsse kann man, wie auch beim Pesto verde, vorher in der Pfanne anrösten. Es muss aber nicht unbedingt sein. Wenn man nur getrocknete Tomaten verwendet, sollte man diese auch klein schneiden und vor dem Mixen etwas im Öl ziehen lassen. Zur Aufbewahrung gilt eigentlich das Gleiche wie oben beim Pesto verde beschrieben: Am besten eignet sich ein Glas mit Schraub -oder Bügelverschluss.

Frohes Experimentieren und guten Appetit wünscht Ihnen

Ihre Hobbyköchin

Gebratenes Perlhuhn

Perlhuhn – ein delikater Sonntagsbraten

Als eine französische Studienkollegin mich und ein paar andere Mitstudenten vor Jahren zu sich nach Hause einlud und uns unter anderem Perlhuhn servierte, hatte ich meine Leidenschaft für dieses herrliche Geflügel entdeckt. Damals erfuhr ich, dass die Franzosen Perlhuhn gerne und häufig auftischen, da sie das delikate und bekömmliche Fleisch dieser Tiere sehr schätzen.

Wild oder Geflügel? Wildgeflügel!

Perhühner gehören zwar zu den am längsten domestizierten Geflügelrassen, werden aber aufgrund ihres dunkleren, fasanenähnlichen Fleisches zum Wildgeflügel gezählt. Und das zu Recht, denn das Fleisch dieser Vögel zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt aus und enthält weniger Fett als normales Hühnerfleisch.

Eine kleine Anekdote am Rande: Dass Perlhühner „wilder“ sind als gewöhnliche Hühner, habe ich selbst feststellen können, als mein Vater anfing, Perlhühner zu züchten: Immer, wenn ich das Gelände auch nur betrat, um mir diese seltsam aussehenden Tiere mal anzuschauen, erkannten die scheuen (und extrem lauten) Vögel sofort, dass ich fremd war. Blitzschnell waren sie daraufhin in der Deckung verschwunden. Ich dagegen hatte Null Chancen und wusste quasi monatelang nur, wie die munteren Vögel sich anhörten, nicht aber, wie sie aussahen.

Ein ideales Sonntagsessen

Es gibt kaum einen Spitzenkoch, der nicht ein Rezept zu Perlhuhn veröffentlicht hat. Einige davon, z.B. das von Lea Ginster (Perlhuhn auf Sauerkraut – echt gut) habe ich probiert und sie haben uns auch meist geschmeckt. Am liebsten bereite ich Perlhuhn aber nach der Art zu, wie ich es zum ersten Mal gegessen habe. Danke Seline für dieses wunderbare Rezept!

Perlhuhn roh

Die Perlhühner werden gewaschen und die restlichen Federkiele entfernt.

Perlhuhn mit Pflaumen und Steinpilzen

Wenn man ein Perlhühner kauft, sollte man Freiland- oder Biohaltung bevorzugen. Diese Tiere haben einfach das beste Fleisch, weil sie sich von Wildkräutern ernährt haben und sich frei bewegen konnten. Auch Perlhühner mit dem sogenannten „Label rouge“ haben eine gute Qualität. Hier lohnt es sich zuzugreifen.

Perlhühner wiegen meist so etwa ein Kilogramm. Ich rechne daher immer (großzügig) ein Perlhuhn für zwei Personen. Und da bei uns immer mehrere Personen am Tisch sitzen, bereite ich, wie auf den Bildern zu sehen ist, häufig zwei Perlhühner zu. Das reicht dann für mindestens 4-6 Erwachsene oder 4 Erwachsene und 3 bis 4 Kinder.

Zutaten

2 Perlhühner
2 Handvoll Backpflaumen (entsteint)
1 bis 2 Handvoll getrocknete Steinpilze
einige Zweige Thymian
Tomatenmark (ca. 2 EL)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Bund Suppengemüse (Möhren, Petersilienwurzel, Knollensellerie)
Butterschmalz
Salz, Pfeffer
Geflügelfond und (falls keine Kinder mitessen) etwas Port- und Rotwein

Zutaten für Perlhuhn

Die Zutaten für das Perlhuhn: Wurzelgemüse, Zwiebeln, Knoblauch, Backpflaumen, Steinpilze, Thymian.

Zubereitung

Zunächst wasche ich meine Perlhühner und trockne sie mit Küchenkrepp gut ab. Gefrorenes Geflügel sollte man im Kühlschrank auftauen lassen. Das dauert dann jedoch ziemlich lange – nämlich gut 20 Stunden. Sollten noch Federkiele vorhanden sein, kann man diese mit einer großen Pinzette entfernen. (Und ja, ich habe eine extra für die Küche. Alles andere fände ich bäh.)

Das so vorbereitete Geflügel reibe ich innen und außen gründlich mit Salz und Pfeffer ein. Für die Füllung verwende ich ein paar Zweige Thymian, etwas Zwiebel und jeweils eine Handvoll Backpflaumen. Die Öffnung verschließe ich mit einem Zahnstocher. Normalerweise wird das Geflügel an dieser Stelle mit Küchengarn dressiert (also fachgerecht zusammengebunden). Das soll verhindern, das die dünneren Teile austrocknen. Ehrlich gesagt, manchmal mache ich das und manchmal nicht. Einen wirklichen Unterschied konnte ich aber noch nicht feststellen.

Die gefüllten und gewürzten Perlhühner werden nun noch mit flüssigem Butterschmalz eingestrichen und kommen dann schon zum Anbraten in den Bräter. Beim Anbraten übertreibe ich es nicht: mittlere Hitze reicht vollkommen aus, um das Geflügel rundherum goldbraun anzubraten.

Wenn die Perlhühner eine schöne Farbe angenommen haben, nehme ich sie aus dem Bräter und stelle sie erst einmal beiseite. Jetzt kommt das Suppengrün mit etwas Butterschmalz, den Zwiebeln und dem Knoblauch hinzu. Hier stelle ich die Temperatur etwas höher, denn ich will ja die Röstaromen erhalten. Sobald das Gemüse Farbe angenommen hat, gebe ich das Tomatenmark, die getrockneten Steinpilze und die restlichen Thymianzweige hinzu und lösche das Ganze mit dem Geflügelfond ab. Sehr lecker wird die Soße auch, wenn man zum Ablöschen zusätzlich noch etwas Port- und Rotwein verwendet. Sollten Kinder mitessen, lässt man den Alkohol besser weg, da er nicht (wie allgemein angenommen wird) verdampft.

Zutaten2

Das Gemüse und die Zwiebeln werden angeschwitzt.

Anschließend kommen die Perlhühner wieder in den Bräter und mit diesem für 50 bis 60 Minuten in den Backofen bei etwa 170° bis 180° Grad. Bitte nur Ober-/Unterhitze einstellen und keine Umluft. Wer Umluft verwendet, kann die Perlhühner mit noch soviel Speck umwickeln – das zarte Perlhuhnfleisch wird trotzdem staubtrocken. Übergießen nicht vergessen: Hin und wieder sollte das Geflügel im Bräter mit der Soße übergossen werden, damit das Fleisch schön saftig bleibt.

Perlhuhn im Bräter

Jetzt kommen die Perlhühner in den Backofen.

Während meine Perlhühner im Backrohr gemütlich vor sich hin schmurgeln, kümmere ich mich um die Beilagen. Zum Perlhuhn passen Klöße ebenso wie Salzkartoffeln. Als Gemüse wähle ich solches, welches gerade Saison hat – hier passt eigentlich fast alles dazu.

Wenn meine Perlhühner gar sind (merke ich daran, dass sich die Knochen der Keulen schon leicht lösen lassen) nehme ich sie aus dem Ofen, tranchiere sie in mundgerechte Stücke und serviere sie auf einer schönen Platte zusammen mit den Backpflaumen. Sieht herrlich aus, oder?

Perlhuhn auf Platte

Hier ist das fertige Perlhuhn zusammen mit den Pflaumen angerichtet.

Die Soße siebe ich durch und binde sie mit etwas Stärke ab. Und dann kanns auch schon los gehen.

 

Bon Appetit wünscht Ihnen
Ihre Hobbyköchin

No knead bread

No Knead Bread – das beste Brot der Welt

Neulich beim Abendessen befanden unsere Sprösslinge das ihnen servierte No Knead Bread für so köstlich, das unsere Tochter begeistert darauf bestand, dass es sich hierbei um das beste Brot der Welt handeln würde. Nun ja, da mir persönlich ja alles Absolutistische ziemlich suspekt erscheint, würde ich das nicht ganz so kompromisslos ausdrücken. Aber, ganz ehrlich, beim No Knead Bread, welches auf den New Yorker Jim Lahey zurückgeht, handelt es sich tatsächlich um eines der leckersten und einfachsten Brote der Welt.

Ein einfaches und unkompliziertes Brot

Gut schmeckendes Brot zu backen ist nicht einfach. Zumindest, wenn man wie ich, erstens kein Profi ist und zweitens nicht das Equipment eines Sternekoches sein Eigen nennt.

Nach diversen Versuchen mit einem vollautomatischen Brotbackautomaten, dessen Ergebnisse trotz anderslautender Versprechungen doch immer irgendwie hefig schmeckten, folgten Experimente mit dreistufig geführtem Sauerteig. Diese führten zwar zu besseren Backergebnissen und (Gott sei Dank) auch zu besseren Geschmackserlebnissen, jedoch war mir der Arbeits- und Zeitaufwand hierbei eindeutig zu hoch. Hinzu kam, dass ich immer gerade dann, wenn ich gerne mal ein Brot selber backen wollte, keinen Sauerteig zur Verfügung hatte. Und diesen anzusetzen dauerte je nach Methode zwischen drei und fünf Tage. Also deutlich zu lang für ein spontanes Wochenendbrot oder ein Party-Mitbringsel.

No Knead Bred

Das No Knead Bread hat eine großporige, luftige Krume.

Beim No Knead Bread ist das anders: Hier braucht man zum Brot backen weder eine Profiausstattung noch besondere Kenntnisse der Brotbackkunst. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bei minimalem Aufwand erhält man ein fantastisches Brot mit knuspriger aromatischer Kruste und saftiger Krume. Hier lohnt sich das Selberbacken wirklich. Versprochen.

So geht´s: No Knead Brot backen Schritt für Schritt

Was braucht man also? Nichts weiter als Mehl, Wasser, etwas Trockenhefe, Salz sowie einen gusseisernen Topf oder Bräter mit Deckel. Da sich das Brot bei uns großer Beliebtheit erfreut, habe ich die Menge des Rezeptes verdoppelt und nehme 800 Gramm Weizenmehl (persönlich bevorzuge ich das 505er Mehl; es geht aber auch Mehl vom Typ 405). Dazu kommt ein halber Teelöffel (gestrichen) Trockenhefe und drei Teelöffel (gestrichene) Salz. Das Ganze wird nun kurz (wirklich kurz) mit einem Holzlöffel und 640 ml lauwarmen Wasser verührt, bis keine Mehl-Inseln mehr zu sehen sind. Dann packt man die Schüssel in eine Tüte (gut geeignet sind Müllbeutel) ein und lässt diese 12 bis 18 Stunden an einem warmen zugfreien Platz stehen. Bei mir steht das Ganze immer neben oder auf dem Herd.

Die Zutaten auf einen Blick:

  • 800 gr Weizenmehl
  • 640 ml Wasser
  • 3 gestrichene Teelöffel Salz
  • 1/2 gestrichener Teelöffel Trockenhefe

Wie man sieht, hat man bei diesem ersten Arbeitsschritt kaum mehr als drei Minuten zu tun: 4 Zutaten abmessen, kurz verrühren, in Tüte packen, fertig. Manchen mag vielleicht die lange Gehzeit des Teiges abschrecken, aber erst die dadurch zustande kommende Fermentation sorgt für die luftige Krume und den hervorragenden Geschmack. Und das ganz ohne chemische Hilfsmittel.

So, nachdem das Ganze also in Ruhe gegangen ist, kann man schon mal einen Blick in die Schüssel werfen. Wenn es darin jetzt richtig schön blubbert und der Teig ordentlich Blasen hat, dann läuft alles nach Plan.

No Knead Bread Teig in Schüssel

So sieht der Teig nach 18 Stunden aus.

 

Nun wird der Teig mit einem Teigschaber aus der Schüssel geholt und gefaltet. Richtig gelesen: gefaltet wie ein Briefumschlag. Da ich mir am Anfang auch nicht richtig vorstellen konnte, wie das aussehen soll, habe ich die einzelnen Schritte unten dargestellt.

teig

1: Den Teig beherzt auf ein reichlich bemehltes Brett fallen lassen.
2: Mit Mehl bestäuben und vorsichtig mit dem Teigschaber auseinanderziehen.
3: Zuerst die eine Hälfte des Teiges falten.
4: Danach die andere Seite darüberschlagen.
5: Mit der oberen und unteren Hälfte ebenso verfahren.
6: Den Teig nun auf ein gut bemehltes Pergamentpapier mit der gefalteten Seite nach unten geben und mit etwas Mehl oder Kleie bestäuben.

Das Ganze mag sich vielleicht etwas kompliziert anhören, ist es aber beileibe nicht. Ich würde sagen, mehr als 5 Minuten braucht man hierfür keineswegs. Jetzt decke ich den Teig mit einem sauberen Geschirrtuch ab und lasse ihn noch mal für etwa 2 Stunden stehen.

Übrigens scheiden sich die Geister, ob der gefaltete Teig seine zweistündige Ruhephase mit der Naht nach unten oder nach oben verbringen sollte. Die Aussagen hierzu sind ziemlich widersprüchlich. Nach einigen Recherchen und Versuchen kann ich aber sagen: die Naht muss nach unten. Das hat nämlich den Zweck, dass diese dann beim Umschütten des Teiges in den Bräter oben ist und das No Knead Brot dadurch wunderbar aufgeht.

Wenn die 2 Stunden um sind, wird das No Knead Bread endlich gebacken. Dafür heize ich meinen Backofen etwa 30 Minuten mit dem Bräter auf etwa 240° Grad auf. Mit dicken Topflappen (Achtung Brandblasengefahr!!) hole ich den Bräter aus dem Ofen, lasse den Teig vorsichtig hineinplumpsen, lege schnell den Deckel wieder auf und schiebe meinen Bräter ins Backrohr zurück. Jetzt bäckt das Brot 25 Minuten bei 240° Grad mit Deckel, danach wird der Deckel abgenommen und bei 230° Grad in weiteren 25 Minuten fertiggebacken.

Bräter im Ofen

Vorsicht Brandblasen – das Brot wird bei 240°C gebacken.

Das No Knead Bread knistert, aber nicht lange…

Endlich ist es soweit, das No Knead Bread kommt aus dem Ofen. Am Besten legt man es ca. 1 Stunde zum Auskühlen auf einen Gitterrost. Erst jetzt habe ich mit diesem Brot wirklich alle Hände voll zu tun: Denn ich muss allzu vorwitzige Familienmitglieder vom vorzeitigen Probieren abhalten. Der verführerische Duft des frisch gebackenen Brotes lockt bei uns nämlich sofort den Rest der Familie oder anwesende Gäste an. Die staunen dann immer über das unüberhörbare Knistern des Brotes. Ein mir unerklärliches Phänomen, welches ich bisher nur vom No Knead Bread kenne. Na, jedenfalls knistert es nicht sehr lange, denn auf einmal haben alle großen Hunger…

Übrigens: Am besten schmeckt uns das No Knead Bread einfach nur mit etwas Butter. Und falls jemand eine Idee hat, woher das Knistern kommt, ich freue mich über Kommentare.

Ihre Hobbyköchin