Ofengemüse mit Bärlauch-Pesto

Ofengemüse mit Bärlauchpesto und Kräutersoße – schnell, lecker, vegetarisch

Gemüse zu essen ist ja bekanntlich sehr gesund. Aber die üblichen Standardgemüsegerichte können  schnell langweilig werden. Eine wirklich schöne Alternative zu den herkömmlichen Rezepten aus dem Topf ist das Gemüse vom Blech. Wenn man die richtigen Gemüsesorten auswählt, mögen es vor allem auch Kinder ganz gerne.

Ofengemüse: vielseitig bei wenig Arbeitsaufwand

Waschen, schneiden und aufs Blech damit: Ofengemüse macht relativ wenig Aufwand, ist gesund und schmeckt zudem auch noch wirklich gut. Dabei ist man ziemlich flexibel bei den Zutaten. Man nimmt das Gemüse, welches man grade da hat. Am Besten ist es, die gemüsesorten bunt zu mischen, denn Gemüse in vielen unterschiedlichen Farben bieten ein breites Spektrum an den verschiedenen gesunden Pflanzenstoffen. Außerdem sieht das Ofengericht so richtig lecker aus, denn schließlich isst auch das Auge mit.

Auch bei den Soßen sind verschiedenen Varianten denkbar. Eine schöne Kombination, die ich immer wieder zubereite ist folgende:

Ofengemüse mit zwei verschiedenen Soßen

Da ich am liebsten saisonal koche,  variiere ich die Gemüse und nehme das, was gerade frisch angeboten wird. im Prinzip geht fast alles an Gemüse. Auberginen werden auf dem Blech gebacken wirklich sehr lecker, es eignet sich aber auch Brokkoli, Paprika, Zuchini, Kürbis, Fenchel…Man kann hier munter die verschiedenen Gemüsesorten mischen, die man mag. Wie schon oben gesagt, gibt es beim Ofengemüse kein Rezept mit festgelegten Zutaten.

Zutaten für das Ofengemüse

Für das abgebildete Rezept (reicht für 4-5 Personen)

  • 2 Auberginen
  • 1 große Süßkartoffel
  • 3-4 neue Kartoffeln (festkochend)
  • 4 Möhren
  • 3-4 Pastinaken
  • 1 Bd. grünen Spargel
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Rosmarin
  • Öl, am besten neutrales Rapsöl, welches hoch erhitzbar ist
  • Salz, Pfeffer
  • und meine Geheimzutat: Pimentón de la Vera (das ist geräuchertes Paprikapulver aus der spanischen Provinz Extremadura. Ich empfehle das originale und zwar in der Variante: dulce/mild)

Das rohe Ofengemüse

Zubereitung des Ofengemüses

Zunächst wird das Gemüse  gründlich gewaschen. Dann schneide ich alles in grobe Stücke. Die Stücke sollten nicht zu klein werden, damit sie im Backofen nicht  zu schnell zu braun werden. Das zerteilte Gemüse wird nun in einer großen Schüssel mit Salz und Pfeffer und Öl durchgemischt.

Jetzt kommt alles aufs Blech in den vorgeheizten Ofen bei gut 200° Grad für  insgesamt etwa 40 -45 Minuten bei Unter/Oberhitze. Nach 20 Minuten wende ich das gemüse vorsichtig und gebe Rosmarin und einen Teelöffel Pimentón de la Vera dazu.

Ofengemüse auf dem Blech

Während das Gemüse im Ofen brät, bereite ich die beiden Soßenvarianten zu.

Bärlauchpesto

Sobald Bärlauchzeit ist, stelle ich mein Bärlauchpesto natürlich selbst her. Wichtig ist, den Bärlauch gründlich zu waschen und anschließend mit einem Küchentuch zu trocknen.

  • 200 g Bärlauch
  • 50 g Cahewkerne
  • 50 g Parmesan
  • Olivenöl, etwas Salz

Alle Zutaten werden im Mixbecher mit dem Pürierstab vermixt, bis eine schöne sämige Paste entstanden ist. Mit ewas Olivenöl bedeckt, lässt sich das Pesto im Kühlschrank gut eine Wele aufbewahren.

Kräutersoße

Sehr gut zum Ofengemüse passt auch eine Kräutersoße, die ich mit folgenden Zutaten ganz schnell selbst mache:

  • Griechischen Joghurt (1 Becher)
  • Schnittlauch (ca. 1/2 Bund)
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Der Schnittlauch wird gewaschen, in feine Röllchen geschnitten und anschließend mit den anderen Zutaten verrührt.

Wenn das Ofengemüse fertig ist, serviere ich dieses gerne mit ein paar Baguettescheiben und den beiden Soßen.

Guten Appetit wünscht

Ihre Hobbyköchin

 

Zutaten für Pesto

Die Kunst ein gutes Pesto zu machen

Wer heutzutage noch Pesto kauft, statt es selbst zu machen, ist selber schuld. Das klingt zunächst radikal, wird aber regelmäßig durch unabhängige Verbrauchertests betätigt. Erst im Sommer 2013 hatte die Stiftung Warentest wieder diverse Pestos untersucht und zwar mit niederschmetterndem Ergebnis: empfehlenswert war nämlich keins.

Echtes Pesto Genovese

Die Bezeichnung „Pesto Genovese“ ist in der EU bislang nicht geschützt (witzigerweise, weil wohl bislang noch kein korrekter Antrag bei der Zulassungsbehörde gestellt wurde). Das öffnet den Herstellern natürlich Tür und Tor – lesen Sie doch mal die Etiketten. So ist es nicht verwunderlich, dass es kaum ein gutes Pesto auf dem Markt gibt. Ich habe jedenfalls noch keins gefunden.

Billige Ersatzstoffe für teures Geld

Selbstgemachtes Pesto ist schnell gemacht und schmeckt bei weitem besser als gekauftes. Wem das als Argument zum Selbermachen nicht reicht, der sollte wirklich mal einen Blick aufs Verbraucherschildchen werfen. Hier wird getrickst und gestreckt, was das Zeug hält. Statt bestem Olivenöl wird hauptsächlich billiges Sonnenblumenöl verwendet. Die Pinienkerne entpuppen sich als preiswertere Cashewkerne und der gute Parmigiano Reggiano wird ordentlich mit Gries gestreckt. Schließlich solls schön sämig sein. Das Ganze lassen sich die Produzenten auch noch fürstlich bezahlen – Pestos sind im Verhältnis zu den verwendeten Lebensmitteln nämlich richtig teuer.

Nur sechs Zutaten im Original

Ins original Pesto Genovese gehören nur wenige Zutaten: Basilikum, Pinienkerne, Knoblauch, ein gutes Olivenöl, Parmesan- oder Peccorinokäse sowie etwas grobes Meersalz. Thats it. Wenn man hier eine gute Qualität wählt und ein paar Dinge bei der Zubereitung beachtet, bekommt ein Pesto, welches man so niemals kaufen kann. Ich persönlich mache lediglich bei den Pinienkernen Abstriche, dazu aber unten mehr.

Pesto verde

Pesto verde

Selbstgemachtes Pesto verde

So, hier nun unser heißgeliebtes und schon vielfach weitergegebenes Rezept für ein richtig leckeres Pesto verde. Die Zutaten sind eigentlich die gleichen, wie im ligurischen Original. Nur bei den Pinienkernen mache ich persönlich Abstriche. Diese ersetze ich durch Walnüsse oder Mandeln. Das hat den Grund, dass aus dem Mittelmeerraum stammende Pinienkerne hier einfach kaum erhältlich sind, denn sie sind aufgrund ihrer Erntebedingungen (Wildsammlung) sehr teuer. Außerdem werden sie wegen ihres hohen Fettgehaltes schnell ranzig. Der billigere Ersatz aus China hat einen noch höheren Fettgehalt und wird daher noch schneller ranzig.

Zutaten

  • 2 bis 3 Basilikumtöpfe
  • 2 Knoblauchzehen
  • 40 – 50 g Walnüsse oder Mandeln
  • 70 g Parmesan
  • 150 – 200 ml Olivenöl (kaltgepresst)
  • etwas grobes Meersalz

Ich halte mich bei der Zubereitung jedoch nicht sklavisch an die hier vorgegebenen Mengenangaben sondern tariere die einzelnen Zutaten je nach Gusto aus. Geschmeckt hat es trotzdem bis jetzt immer.

So geht`s

Das Wichtigste zuerst: Bei der Pestoherstellung sollte man zügig arbeiten, damit die Zutaten nur wenig oxidieren (mit dem Sauerstoff reagieren) können. Und egal, ob man sich fürs Mixen/Pürieren oder das Mörsern entscheidet (eine Glaubensfrage, die ich hier nicht entscheiden kann), es sollte schnell gehen, damit das Öl nicht bitter wird.

Zuerst zupft man die Basilikumblätter von den Stängeln (rustikalere Typen verwenden diese mit). Anschließend kommen diese zusammen mit den in der Pfanne ohne Fett angerösteten Nüssen oder Mandeln sowie dem grob geriebenen Parmesan und den anderen Zutaten in einen Mixbecher (Sie sehen schon, ich bin der Mixtyp.) und werden kurz mit dem Pürierstab püriert. Es ist schön, wenn noch kleine Stückchen da sind. Aufbewahren kann man das Pesto in einem Schraubglas im Kühlschrank. Mit einer Schicht Öl auf der Masse (verhindert das Oxidieren) hält sich das Ganze auch eine Weile. Zur Halbarkeit habe ich unterschiedlichste Angaben gefunden, die meisten geben ungefähr zwei Wochen an. Bei uns ist es immer schon nach wenigen Tagen verputzt.

Pesto rosso und Pesto verde

So siehts fertig aus: das rote Pesto aus getrockneten Tomaten und das grüne Pesto mit Basilikum.

Abwandlungen

Ich finde, für ein gutes Pesto kann man ruhig auch mal experimentieren. So verwende ich im Sommer zum Beispiel statt des grünen Basilikums auch gerne Strauchbasilikum, da ich es selbst anbaue und es dann in rauen Mengen vorhanden ist. Das Strauchbasilikum ist violett und vom Geschmack her pfeffriger und insgesamt würziger als das milde grüne Basilikum.

Selbstgemachtes Pesto rosso

Statt des Basilikums verwende ich für meine Pestos auch gerne getrocknete oder in Öl eingelegte Tomaten. Manchmal auch in Kombination mit Oliven oder Kapern. Wenn man die Grundregeln bei der Herstellung beachtet und gute Zutaten verwendet, kommt dann eigentlich immer etwas Gutes dabei heraus. Besonders lecker und schnell gemacht ist auch das Rezept für ein schönes Pesto rosso.

Zutaten

1 kleines Glas in Öl eingelegte Tomaten oder
140 g getrocknete Tomaten
2 Knoblauchzehen
50 g Walnüsse oder Mandeln
70 g Parmesan
150 – 200 ml bestes Olivenöl
etwas grobes Meersalz

So geht`s

Zuerst lässt man die in Öl eingelegten Tomaten gut abtropfen. Dann schneidet man diese in Streifen und gibt sie in den Mixbecher. Anschließend kommen die anderen Zutaten hinzu und werden mit dem Pürierstab grob püriert. Die Nüsse kann man, wie auch beim Pesto verde, vorher in der Pfanne anrösten. Es muss aber nicht unbedingt sein. Wenn man nur getrocknete Tomaten verwendet, sollte man diese auch klein schneiden und vor dem Mixen etwas im Öl ziehen lassen. Zur Aufbewahrung gilt eigentlich das Gleiche wie oben beim Pesto verde beschrieben: Am besten eignet sich ein Glas mit Schraub -oder Bügelverschluss.

Frohes Experimentieren und guten Appetit wünscht Ihnen

Ihre Hobbyköchin

Spargel-Tomaten-Auflauf

Spargel Tomaten Auflauf

Spargelzeit ist Genießerzeit. Frischen Spargel kann man auf verschiedene Arten zubereiten, als Salat, mit einer feinen Sauce Hollandaise oder als Auflauf. Spargel ist das perfekte Frühlingsgemüse und immer ein unvergleichlicher Genuss. Für einen Auflauf ist sowohl weißer, violetter als auch grüner Spargel geeignet. Verwenden Sie alle drei Sorten in einem Auflauf, entsteht eine besondere Farbkomposition.

Zutaten für vier Personen

  • 1 kg Spargel
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1 Esslöffel Mehl
  • 0,5 Liter Milch
  • 300 g Tomaten
  • 200 g Schinken
  • ein Bund Frühlingszwiebeln
  • 100 g Parmesan
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

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Kürbis

Herbstliches Rezept: Kürbisgratin mit Knusperdecke

Sie brauchen:

  • ca. 1 kg Muscat de Provence (Sie können auch einen Hokkaidokürbis verwenden.)
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Butter
  • ½ TL Zimt
  • 5 Eier
  • 2 cl Rum (wahlweise Rumaroma)
  • Etwas Abrieb einer Orange (unbehandelt)
  • Für die Knusperdecke:
  • 100 g Semmelbrösel
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Butterflöckchen

So geht’s:

Falls Sie einen Muskatkürbis verwenden, müssen Sie diesen zunächst schälen. Beim Hokkaido erübrigt sich dieser Schritt, denn er kann mit der Schale verzehrt werden. Befreien Sie den Kürbis von den Kernen und schneiden Sie das Fruchtfleisch in gleichmäßige Würfel. Bringen Sie etwas Wasser (ca. 1/8 l) in einem Topf zum Kochen und geben Sie die Kürbiswürfel dazu. Das Ganze mit Deckel etwa 15 Minuten leicht köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich ist, gießen Sie das Wasser ab und pürieren die Masse mit dem Stabmixer. Lassen Sie die Butter in einer beschichteten Pfanne aus und schmelzen Sie darin den Zucker. Verrühren Sie nun diese Mischung mit dem Kürbispüree und geben noch den Zimt und den Orangenabrieb hinzu. Sobald die Masse etwas abgekühlt ist, rühren Sie die Eier und den Rum darunter und geben das Ganze in eine ausgebutterte Auflaufform. Vermischen Sie die Semmelbrösel mit dem Zucker und geben Sie diese gleichmäßig über die Kürbismasse. Verteilen Sie zum Abschluss noch die Butterflöckchen auf dem Gratin. Das Ganze wird im vorgeheizten Backofen bei 200 °C für 60-70 Minuten gebacken.

Guten Appetit!