Freitag, November 17, 2017
Tischgeflüster-Magazin von Endlichzuhause.de

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Gedeckter Tisch

Nichts ist unangenehmer, als Gästen ein Sammelsurium aus Tellern und Tassen zu präsentieren, die zweckentfremdet aus der Not heraus aus dem Schrank geholt werden, da es an kompletten Sets fehlt. Das passende Teeservice, Kaffeebecher, Frühstücksgeschirr und Essteller – für jede Mahlzeit gibt es ein spezielles Set aus unterschiedlichen Kombinationen von Tellern, Gläsern und Tassen, Kannen, Zuckergefäßen und Schüsseln.

Dieser Ratgeber stellt die unterschiedlichen Sets vor und gibt Hinweise zur Auswahl der richtigen Gläser zu Bier, Wein & Co.

Schnelleinstieg:

Das Kaffeeservice

Kaffeeservice

Kaffeeservice Melodie

Als sich in Europa neue Heißgetränke wie Tee, Kaffee und Schokolade verbreiteten, war die Einführung neuer Trinkgefäße notwendig, da sich die vorher üblichen Metallgefäße als ungeeignet erwiesen. Daher wurden von den Adelshäusern aus China Trinkschalen aus Porzellan importiert. Aufgrund der Gefahr, sich daran die Finger zu verbrennen, wurden in Europa Tassen mit Henkel eingeführt, wobei sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Formen für Tee, Kaffee und Schokolade entwickelten. 1708 entstand in Deutschland die erste eigene Fabrikationsstätte in Meißen.
Ob mit der Familie, mit Freunden oder einfach still für sich: Es gibt nichts Schöneres, als liebevoll eine Kaffeetafel zu decken zu dekorieren und bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee einfach mal völlig abzuschalten. Ein schönes Kaffeeservice steht für Genuss, Freude und dafür, den Stress der Welt einfach mal hinter sich zu lassen.
So vielfältig Persönlichkeit, Geschmack und Wohnstil sind, so unterschiedlich sind auch die auf dem Markt erhältlichen Kaffeeservice. Zudem besteht die Möglichkeit, sich für eine Porzellanserie für den Alltag und eine für besondere Festivitäten zu entscheiden. Je schlichter dabei das Geschirr ist, umso üppiger darf die Dekoration sein und umgekehrt. Stimmen Kaffeeservice und die Dekoration, sieht selbst ein Butterkeks aus wie eine seltene Delikatesse! Für außergewöhnliche Anlässe sind vor allem Kaffeeservices mit elegantem Dekor und schlichter, aber edler Formensprache geeignet.

Information! Ein 18-teiliges oder 20-teiliges Kaffeeservice beinhaltet:

  • 6 Kaffeetassen
  • 6 Untertassen
  • 6 Kuchenteller (Dessertteller)
  • Zuckerdose oder -schale (beim 20-teiligen Kaffeeservice)
  • Sahnegießer (beim 20-teiligen Kaffeeservice)

Zusätzlich sind vielfach auch passend zum Service Kaffeebecher oder –pötte erhältlich, die sich bei einigen Serien sogar auf die Untertassen stellen lassen.

Tafelservice oder Kombiservice

Kombiservice Sinfonia

Kombiservice Sinfonia

Das beste Essen ist mit einer unansehnlichen Präsentation nur halb so viel wert und selbst kleinere Missgeschicke in der Küche können durch schönes Geschirr und eine ansprechende Tischdeko im Esszimmer ausgeglichen werden.
Da es Wichtigeres gibt, als seine Zeit mit Abspülen zu vergeuden, ist die Spülmaschinen- und Mikrowelleneignung vielfach ein Kriterium bei der Kaufentscheidung. So bleibt Zeit, nach dem Mittagessen oder bei Kaffee und Kuchen entspannt sitzen zu bleiben und zu plaudern, anstatt gleich abzuräumen und das verschmutzte Geschirr vorzuspülen.
Trauen Sie sich, mit Ihrem Geschirr aus der Reihe zu tanzen und Ihren eigenen Stil nicht nur beim Mobiliar, sondern auch auf dem gedeckten Tisch zu verwirklichen! Die Mischung ist bunt, von puristisch modernem bis hin zu klassisch neu aufgelegtem Design ist fast alles dabei. Für natürliche Typen empfehlen sich farbenfrohe, eher schlicht und klassisch gehaltene Geschirrsets mit großen Schalen und Serviertellern. Wer es sachlicher mag und in Sachen Tischdeko flexibel bleiben möchte, ist mit einem einfach designten Speiseservice gut beraten, das entweder der klassischen Form folgt und nur schlicht geschmückt ist oder sich in Reinweiß mit modern geschwungenen Formen präsentiert.

Ob Sie darüber hinaus ein kühles grafisches oder ein asiatisches Design mögen, zarte Blümchen bevorzugen oder es farbenfroh lieben – heute ist alles erlaubt. Ein Tafelservice besteht dabei meist aus sechs Speisetellern und sechs Suppentellern, das Kombiservice beinhaltet ein Kaffee- und ein Tafelservice und ist damit eine Art Gesamtpaket. Allerdings wird die Porzellanserie manchmal ergänzt durch Servierplatten oder Schüsseln.

Lautete früher häufig Omas Anweisung „Hol doch mal das gute Service raus!“, möchte man heute auch im Alltag schickes Geschirr benutzen. Längst haben sich sowohl Porzellan- als auch Keramikhersteller darauf eingestellt: Zwar sind Services aus Steingut noch immer oft mit einfarbigen oder rustikalen, fröhlichen Designs geschmückt, hat inzwischen auch Porzellan häufig eine unbeschwert jugendliche Optik. Keramik steht längst nicht mehr für „plumpe Formen“ und Porzellan nicht mehr nur für „filigrane Kunstwerke“.

Dass die Unterschiede so groß nicht sind, liegt daran, dass Porzellan eine Sonderform von Keramik ist, die aus speziellen Rohstoffen besteht, welche ein anfänglich feineres Ausformen ermöglichen, wodurch es feiner wirkt. Während die Porzellanhersteller also versuchten, ihre Waren robuster zu machen, arbeiteten Keramikhersteller daran, ihr Geschirr filigraner zu gestalten. So näherte man sich einander an, sodass heute der wichtigste Unterschied weniger die Form als die Glasur ist: Auf Porzellan ist die Glasur fest mit dem Untergrund verbunden, bei Keramik nur aufgebrannt, was sie etwas anfälliger für Absplitterungen macht.

Auch Essgeschirr genannt

Ein Ess- oder Speiseservice enthält üblicherweise keine Tassen, sondern mindestens große flache Speiseteller und tiefe Suppenteller, häufig außerdem einen Salat- oder Dessertteller. In Größe und Form verschiedene Schüsseln und Platten sowie anderes Geschirr für das Anrichten der Speisen müssen meistens einzeln oder gemeinsam als Servierservice erworben werden.

Ein Tafelservice enthält die Bestandteile von Servier- und Speiseservice. Ein Kombiservice fasst mindestens zwei andere Servicetypen zusammen, häufig ein Speise- und ein Kaffeeservice. Ein Komplettservice kann alle in einer Kollektion verfügbaren Geschirrteile und Accessoires enthalten, wozu Saucieren, Gläser, Besteck, diverse Koch- und Backformen, Teller für Pizza, Pasta, Fondue, Traversen, Serviettenringe, Vasen, Kerzenhalter, Aschenbecher, Menü- und Platzkarten(halter) gehören können.

Teller sind das zentrale Element auf einem Tisch, sodass die Auswahl besonderer Dekors elementar ist, um einen ansprechenden Blickfang bei der Tischdeko zu haben. Dekorative Zwecke erfüllt dabei der Platzteller, der dem Suppen- und Speiseteller als Unterlage dient. Seltener hingegen findet man die halbmondförmigen Anstellteller, welche dazu dienen, Abfälle aufzunehmen. Ferner unterscheidet man Kuchenteller, Unterteller für Tassen sowie Brotteller, auf denen Brot zum Essen gereicht wird.

Trotz aller Bequemlichkeit sollte man davon absehen, das teure Porzellan in der Spülmaschine zu reinigen. Gerade das Erbstück der Großmutter ist nicht dauerhaft spülmaschinenfest und auch neuere Erzeugnisse können unter der Maschinenwäsche leiden, indem sich kleine Haarrisse bilden, die nach einigen Wäschen zu Brüchen führen. Und auch bei der Handwäsche ist Vorsicht geboten: Die grobe Seite des Schwamms kann das Porzellan ebenso wie einige Scheuermittel zerkratzen und um Wasserflecken zu vermeiden, so ist das Abtrocknen unabdingbar.

Teegeschirr

Teegeschirr Elisa

So gut ein Tee auch sein mag, so wird er doch erst durch ein passendes Teegeschirr komplettiert. Denn wie bei einem Wein kann sich Tee erst richtig bei dem für ihn am besten geeigneten Geschirr entfalten. Gerade die Kontrolle der Temperatur spielt eine große Rolle, um den Tee optimal zu genießen, und so ist von der Kanne bis hin zu den Schälchen alles bestens darauf abgestimmt.

Ein Teeservice enthält meist nur Teetassen, bestehend aus Ober- und Untertasse, eine Teekanne mit Stövchen sowie Milchkännchen und Zuckerdose oder -streuer, die gegebenenfalls auf einer gemeinsamen Platte stehen. Als inklusives oder optionales Zubehör gibt es mitunter Teebeutelteller und Etageren oder Schalen für Gebäck sowie Milchkrüge.
In Ostfriesland, der deutschen Heimat des Tees, fanden besonders Geschirre aus der Wallendorfer Porzellan-Manufaktur in Thüringen weite Verbreitung. Dieses sogenannte Dresmer Teegood (Dresdener Teegeschirr) gab es in zwei typischen Dekors: einer blauen Bemalung (Blau Dresmer) und der bekannten roten Rose (Rood Dresmer). Solch ein Teegeschirr umfasste eine Teedose, Kanne und Tassen sowie früher noch eine Spülschale, in der die Tassen vor dem Neubefüllen ausgespült wurden. Teilweise in Ostfriesland, teilweise außerhalb, wurden später auch Teelöffel und Teeschaufeln, Sahnelöffel und Zuckerzangen entworfen. Außerdem gab es gelegentlich Teekannen sowie Tee- und Zuckerdosen aus Silber. Im Unterschied zu früher haben heutige Teetassen Henkel und werden auf einer Untertasse gereicht, wobei man den Tee durch ein Sieb einschenkt, das die Teeblätter zurückhält.

Die Dekors des Teegeschirrs, aufgebracht auf dünnwandigen Porzellantassen und dazu gehörigen Teekannen, Teedosen etc. sowie die oben erwähnten Löffel, sind heute von unterschiedlichen Herstellern erhältlich. Doch gibt es neben den klassischen Teeservices eine Vielfalt moderner Designs, beispielsweise auch Ausführungen aus Glas, die einen Blickfang auf dem Tisch garantieren.

Gleichermaßen ist Teezubehör aus Ton und Eisen beliebt für Teezeremonien: Schöne und ausgefallene gusseiserne Teekannen oder Teekannen aus Ton sind ideal für Teetrinker, die Tee wie in China oder Japan genießen möchten. Die asiatischen und japanischen Teekannen aus Eisen oder Ton passen zu jeder Teezeremonie und lassen mit passenden Teeschalen aus Ton und Tee-Cups sowie Stövchen aus Ton und Eisen ergänzen.

Frühstücksgeschirr

Frühstücksgeschirr (auch Dejeuner-Geschirr genannt) ist ein speziell für den Gebrauch beim Lever bzw. beim Frühstück entwickeltes Essgeschirr zur Konsumierung von Kaffee, Tee oder Kakao bzw. auch zur Einnahme von Zwischenmahlzeiten im Bett oder an einem kleinen Tisch im Schlafzimmer. Als Material kam hierfür ursprünglich fast ausschließlich Porzellan zum Einsatz, heute sind Keramik und Glas ebenso gängige Ausführungen.

Frühstücksgeschirr mit Müslischale

Frühstücksgeschirr mit Müslischale

Ein Frühstücksservice ist ein Satz zusammengehörender Geschirrteile mit einheitlicher Form und gleichem Dekor, wobei man zwischen dem Solitaire, das für eine Person gedacht ist, und dem Tête-à-Tête, das für zwei Personen gedacht ist, unterscheidet. Ein Frühstücksgeschirr besteht in der Regel aus einem Serviertablett, einer kleinen Teekanne, Kaffeekanne oder Chocolatière, Milch-/Sahnegießer, Zuckerdose, einem bzw. Tassen mit Untergeschirr sowie optional bei einem Teegeschirr einer Spülkumme bzw. Teeurne.

Des Weiteren gibt es eine Auswahl an Frühstückstellern, Kaffeebechern, Jumbo- und Espressotassen, Müslischalen und Eierbechern, die sich entsprechend dem persönlichen Geschmack zusammenstellen lassen. Da findet jeder ein Frühstücks-Set nach seinem Geschmack, mit dem sich der Morgen farbenfroh begrüßen lässt.

Gläser

Gläser müssen zu ihrem Getränk passen! Das richtige Glas entscheidet darüber, wie ein Getränk schmeckt. Ein Bier braucht ein robustes Glas, Latte Macchiato-Gläser müssen große Temperaturunterschiede verkraften, während Longdrink-Gläser nicht zu klein sein dürfen. Sicherlich sind in keinem Haushalt alle Gläsersorten erforderlich – die Auswahl kann einzig anhand der persönlichen Bedürfnisse erfolgen – Biertrinker, die gelegentlich Gäste haben, tun jedoch gut daran, auch einen Grundstock an Weingläsern zu bevorraten.

Weingläser

Das optimale Weinglas verjüngt sich zur Öffnung hin, sodass sich die Weinaromen in besonderer Weise bündeln und damit besser zum hinteren Zungenbereich gelangen, der den Geschmack verdeutlicht. Bei diesem Glastyp existieren gravierende Qualitätsunterschiede. Während günstige Gläser aus relativ schlechtem Glas nur sehr niedrigen Ansprüchen genügen und bei seltener Verwendung ausreichen, gibt es teure Gläser aus Kristallglas, dessen offenporige Glasoberfläche das Abdampfen der Moleküle des Weines und das Aufnehmen seines Duftes unterstützt („Nase“ des Weines).

Weingläser in verschiedenen Varianten

Weingläser „Take It“ von Ritzenhoff&Breker

Das universelle Rotweinglas zeichnet sich durch einen bauchigen Kelch aus. Das Glas wird etwa zu einem Drittel, bis zur Höhe des größten Durchmessers, mit Rotwein gefüllt. Dadurch wird dem Wein die größtmögliche Oberfläche gewährt und er wird optimal mit Sauerstoff versorgt, der maßgeblich zur Geschmacksentwicklung vonnöten ist. Der Kelch verjüngt sich nach oben hin, wodurch das Bukett gebündelt die Nase verwöhnen kann und das Schwenken ermöglicht, welches wiederum die Geschmackssubstanzen im Wein löst.

Der Rotweinballon hat ein bauchigeres Glas und eine größere Öffnung als das Standard-Rotweinglas und ist speziell für schwere Weine mit körperreichen und kräftigen Aromen (wie Barbaresco, Barolo und Burgunder) gedacht. Der voluminöse Kelch ermöglicht dank der optimalen Sauerstoffversorgung eine schnelle Entfaltung der Geschmacksnuancen.

Weißweingläser sind durch ihren schlanken Kelch nicht so voluminös wie Rotweingläser und fassen so weniger Wein. Da Weißwein kühler getrunken wird als Rotwein, kann sich der Inhalt nicht so schnell erwärmen, da das Glas schneller geleert wird. Hier spielt auch die Qualität des Glases eine entscheidende Rolle: Dünnwandige Gläser können sich nicht so schnell erwärmen wie dickwandige Gläser, was für den kühlen Weißwein besonders wichtig ist.
Kleiner Tipp zur Handhabung: Weingläser immer am Stil anfassen – dadurch erwärmt sich der Wein nicht unnötig und es verbleiben keine Fettfinger am Glas.

Neben den Gläsern gehören auch Karaffen zur Ausstattung all jener, die häufiger Wein trinken und bei Gästen den Eindruck eines Kenners hinterlassen möchten: Wertvolle Weine werden von Karaffen, nicht direkt aus der Flasche, in Weingläser gefüllt – vorwiegend lange gelagerter Rotwein wird dekantiert, damit sich der Wein vom Depot löst. Hierzu verwendet man spezielle Dekanter, die durch ihre breite Form außerdem ermöglichen, dass der Rotwein eine sehr große Oberfläche hat, durch die er großflächig in Berührung mit Sauerstoff kommt. Als Faustregel vor dem Verzehr gilt dabei: Je jünger ein Wein, desto länger sollte er atmen, um sein Potenzial zu entfalten. Zur Reinigung aller Arten von Karaffen empfehlen sich kleine Reinigungskugeln aus Edelstahl, die man mit etwas Wasser im Glasgefäß schwenkt. Kopfüber auf einem Ständer trocknen Karaffen nach der Reinigung am besten.

Biergläser

Biergläser gibt es in zahlreichen Ausführungen – regionale Biersorten erfordern dabei häufig unterschiedliche Glasformen.

Ein traditionelles Glas ist die Biertulpe (Pilsglas) mit einem Fassungsvermögen von 0,2 oder 0,33 Litern: Der Kelch der Biertulpe beginnt am Stiel schmal und öffnet sich nach oben hin kontinuierlich oder verjüngt sich kurz ab der Kelchmitte wieder. Die Bierkugel hingegen beginnt im unteren Bereich kugelförmig und setzt sich nach oben hin tulpenförmig fort.

Biergläser

Biergläser

Die Bierstange, die ebenfalls für Pils verwendet wird, ist ein langes, hohes Bierglas, das sich von unten nach oben hin weitet. Es hat einen Fuß und üblicherweise anstatt eines Stiels eine Glaskugel, auf der der Kelch sitzt.

Der bei vielen Touristen als typisch deutscher Gegenstand beliebte Bierkrug (auch Bierseidel) hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert. Wurden früher vielfach verschiedenste Materialien wie Messing, Porzellan, Steinzeug oder Zinn eingesetzt, sind heute Glaskrüge weit verbreitet. Der Maßkrug ist eine Unterart des Bierkrugs, der genau ein Maß (früher 1,069 Liter), fasst.

Der Bierbecher (Pint) ist ein Becherglas in verschiedenen Größen. Aus ihm werden Alt- und Schwarzbier sowie vor allem englische dunkle Biersorten wie Stout getrunken.
Die Kölschstange ist ein zylindrisches Becherglas für den Ausschank von Kölsch mit ca. 15 Zentimeter Höhe und ca. fünf Zentimeter Durchmesser, das exakt 0,2 Liter fasst.

Für Weizenbier (in Bayern Weißbier) und oftmals auch für Mixgetränke mit Weizenbier wird ein großes Becherglas verwendet, dessen Durchmesser zur Mitte geringer wird, sich aber zur Öffnung hin wieder deutlich vergrößert. Große Weizenbiergläser fassen 0,5 Liter.

Das typische Glas für Berliner Weiße ist ein Stielglas mit einer halbkugelförmigen Schale. Dementsprechend groß ist auch die Öffnung des Glases.

Sektgläser

Der Schaumweinkelch für Champagner, Prosecco und Sekt ist das klassische und optimale Glas für Schaumweine. Der hohe und schmale Kelch fördert das Aufsteigen der Kohlensäure als feine Perlenketten maßgeblich durch den Moussierpunkt (fr. mousse = dt. Schaum)

Sektgläser

Weingläser und Sektglas

bestimmt – eine vom Glashersteller aufgeraute oder als Punkt hervorstehende Stelle am Kelchboden, die das Aufperlen des Kohlenstoffdioxid begünstigt und verhindert, dass der Schaumwein schal schmeckt. Die Kelchform hält den Inhalt zudem lange kalt.

Die Schaumweinflöte wird vorzugsweise für Champagner und Sekt genutzt. Durch die breite Öffnung, die die Kohlensäure schnell entweichen lässt, eignet es sich weniger für puren Schaumwein als für Mixgetränke. Gleiches gilt für die Schaumweinschale, welche insbesondere dem Konsum von champagnerartigen und weinhaltigen Getränken mit Kohlensäure dient.

Wassergläser

Spezielle Wassergläser finden sich fast ausschließlich in der Gastronomie. Es ist häufig zylinderförmig, besteht aus vergleichsweise dünnem bis mitteldickem Glas und hat eine Füllmenge von 0,2 l bis 0,3 l. Festliche Wassergläser haben häufig die Form von Weingläsern, wobei die Form zwischen einem Sektkelch und Weißweinglas liegt. Sind mehrere Gläser vorhanden, steht das Wasserglas auf dem gedeckten Tisch immer ganz rechts.

Cocktailgläser

Das Cocktailglas wird für Cocktails und Longdrinks verwendet, wobei es eine Reihe verschiedener Formen und Typen wie zum Beispiel Martiniglas, Longdrink-Glas oder Tumbler gibt. Das Fassungsvermögen liegt bei Cocktailgläsern in der Regel zwischen 100 und 400 ml.

Das Aperitif-Glas ist ein Becherglas mit in der Regel schwerem Boden, fasst zwischen 6 und 10 cl und wird für Bitterliköre verwendet.

Das universell einsetzbare Longdrink-Glas ist ein hohes, teilweise schmales Becherglas. Neben der Verwendung für Longdrinks wird das neutrale Glas gerne auch verwendet, um Erfrischungsgetränke, Säfte und Wasser zu servieren.
Typisch für das Whisky-Glas ist der sehr dicke und stabile Boden. Die kurzen Bechergläser gibt es mit Volumen von 15 bis 30 cl. Große Whiskygläser werden auch zum Servieren von nichtalkoholischen Getränken wie Saft und Wasser verwendet. Aufgrund der breiten und zylindrischen Form haben Whisky-Gläser einen großen Durchmesser, der sich gut zum Ausschank von Getränken auf Eis eignet.

Das kleinste aller Trinkgläser überhaupt ist das Schnapsglas, das 2 bzw. 4 cl fasst. Viele der Schnapsgläser weiten sich leicht zur Öffnung hin. Es wird genutzt um klare Spirituosen in einem Schluck zu verzehren. Viele der anspruchsvollen Genusstrinker verwenden statt dem oft als ordinär bezeichneten Schnapsglas lieber das Spirituosenglas, da sich aufgrund der Form die Aromen dort besser entfalten.

Das Cocktail-Glas verdankt seine Berühmtheit dem Martini, weshalb das Glas oft auch als Martiniglas bezeichnet wird. Ein Cocktail-Glas hat einen kegelförmigen Kelch, der spitz zuläuft und auf einem schlanken Stiel sitzt. Getränke im eleganten Cocktail-Glas werden ohne Eis und ohne Trinkhalm serviert. Gleiches gilt für die kelchförmige Cocktail-Schale.

Vor allem tropische Bargetränke werden in bauchförmigen Ballongläsern serviert. Auch für exotische Säfte eigenen sich die Ballongläser gut. Sie verfügen über einen Stiel, der jedoch zu kurz ist, um das große Glas an ihm festzuhalten.
Daneben gibt es Cognac- und Sherry-Gläser sowie zahlreiche weitere Glasformen, die hier nicht alle benannt werden. Ein Gang in die Gläserabteilung gut sortierter Fachgeschäfte hilft bei diesen speziellen Ansprüchen sicherlich weiter.
Lagerung und Verwendung

Optimal gelagert werden Gläser in geschlossenen Schränken, um das Einstauben zu umgehen, weshalb Gläser mit großer Öffnung ohne Stiel mit der Öffnung nach unten gelagert werden können. Dünnwandige Gläser hingegen sollten immer auf ihrem Fuß stehen. Die hängende Lagerung über der Theke mag zwar gut aussehen, ist jedoch ungeeignet, da sich Dunst und Rauch im Kelch sammeln. Gut beleuchtete Gläserregale sind die bessere Wahl und überdies sehr dekorativ.

Unmittelbar bevor die Gläser auf den Tisch gestellt werden bzw. den Gast erreichen, sollte man sie nachpolieren. Dazu werden sie über dampfendes Wasser gehalten bis sie beschlagen und dann mit einem fusselfreien Geschirrtuch erneut poliert.

Cappuccino- & Espressotassen

Die meisten Menschen benutzen mehrmals täglich Kaffeebecher – für Tee, Kaffee oder den morgendlichen Kakao. Wegen ihrer geraden Form sind sie besonders standfest und deshalb bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt, sodass jeder Haushalt über mehrere verfügt. Häufig besteht dabei ein Sammelsurium verschiedener Becher – Urlaubssouvenirs, Tassen vom letztjährigen Weihnachtsmarkt und Geschenke bilden einen bunten Mix. Doch lassen sich viele Kaffeeservices um die passenden Kaffeebecher ergänzen, der bestenfalls sogar auf die vorhandenen Unterteller passt, sodass auf dem festlichen Kaffeetisch ein einheitliches Bild erhalten bleibt.

Cappuccinotassen

Cappuccinotassen

Latte oder au lait? Cappuccino oder Macchiato? Espresso oder Crema? Seitdem Kaffee weltweit Hochkonjunktur hat, scheint die Anzahl der möglichen Zubereitungen nahezu unbegrenzt: Der gute alte Filterkaffee ist schon fast zur Seltenheit geworden, die klassische Kaffeemaschine wurde durch den Vollautomaten und das traditionelle Kaffeekränzchen durch einen dynamischen Coffee-to-go ersetzt. Man trinkt nicht nur den herkömmlichen Filterkaffee, sondern häufig auch Cappuccino und Latte Macchiato, Mokka und Espresso. Jede Form erfordert dabei ihre eigene Tasse – ähnlich wie bei Weingläsern gibt es auch bei Tassen bestimmte Formen, die für die jeweilige Kaffee-Spezialität maßgeschneidert sind – die es teilweise auch als komplettes Service gibt.

Wo liegen die Unterschiede?

Espresso, Mokka oder Cortado werden bei ca. 92 °C gebrüht und so heiß wie möglich getrunken. Ideal für einen solchen kurzen Kaffee ist deshalb die kleine, schmale Tassenform, die die Temperatur hält. Sobald Milch zum Kaffee kommt und die Portionen dadurch größer werden, muss die Tasse mehr Volumen haben, wie etwa die Frühstückstasse. Kaffee-Spezialitäten mit opulentem, dickem Milchschaum verlangen nach einer höheren Tassenform, die die Schaumkrone vom Rand her so stützt, dass sie nicht zusammenfallen kann. Milchkaffee, Latte Macchiato, Cappuccino – alle werden mit Milch zubereitet, dennoch sind die Unterschiede in der Zubereitung, dem Geschmack und nicht zuletzt der Wahl des passenden Gefäßes eklatant.

Cappuccino enthält streng genommen jeweils zu gleichen Teilen Espresso, leicht geschäumte Milch und Milchschaum. Serviert wird das Getränk in einer speziellen Cappuccino-Tasse, indem die Milch auf den Espresso gegeben wird. Umgekehrt verfährt man bei der Latte Macchiato: Die (stärker) aufgeschäumte Milch und der Schaum werden in ein Glas (!) gefüllt, abschließend füllt man einen Espresso durch die Schaumschicht in das Glas – so entstehen die für die Latte typischen Schichten, die im Glas gut zur Geltung kommen. Zum Umrühren wird ein langer Löffel gereicht. Milchkaffee, der zu gleichen Teilen aus Filterkaffee und Milch besteht, wird in Deutschland meist in großen Tassen serviert, hin und wieder auch abweichend mit Milchschaum.

Besteck

Das richtige Besteck ist mit entscheidend für den Gesamteindruck des gedeckten Tisches. Mit einem schönen Besteck wird der Tisch perfekt, wobei das Besteck den Stil der Tischdekoration und des Geschirrs unterstreicht. Verspieltes Porzellan und eine Tischdeko in Pastelltönen wirken in Verbindung mit einem verzierten oder geschwungenen Besteck romantisch und lieblich, zu klaren Formen und reduzierten Farben passen mattierte Bestecke mit geraden Linien.

Besteck

Besteck

Idealerweise taugen moderne Designs sowohl für den Alltagsgebrauch als auch für den festlichen Anlass und für letztere ist auch klassisches, hochwertiges Besteck aus Silber nicht „out”! Wenn es festlich zugehen soll, zaubert vornehmes Besteck aus Silber pure Eleganz auf die Tafel. Für jeden individuellen Geschmack findet sich das passende Besteck – ob hochpoliert oder mattiert, schnörkelig oder geradlinig, aus Edelstahl oder Tafelsilber. Besteck aus Edelstahl ist dabei pflegeleichter und preisgünstiger als Besteck aus Silber, es läuft nicht an und kann in der Geschirrspülmaschine gereinigt werden. Zudem ist Edelstahl rostfrei und säureunempfindlich.

Das Messer-, Gabel- und Löffel-Sortiment lässt sich außerdem mit einem umfangreichen Angebot an Zusatzbestecken kombinieren: Suppenlöffel, Tortenheber, Zangen, Servier- oder Salatbesteck. Fast jedes hochwertige Besteck bietet ein modulares System, mit dem sich die Grundausstattung individuell aufrüsten lässt. Zur Grundausstattung gehören Suppenkellen, Bratengabel, Saucenschöpfer, Käsemesser und auch Kartoffellöffel und Spaghettizange. Das Besteck zum Servieren sieht nicht nur edel aus, es erleichtert auch den Transport der Speisen auf den Teller.

Ein weiteres Sonderbesteck ist das Fischbesteck. Dieses unterscheidet sich beispielsweise von den herkömmlichen Bestecken durch ein Messer, das mehr zum Schieben als zum Schneiden geeignet ist und damit der Konsistenz des Fisches entgegen kommt, sowie eine Gabel, die breiter und flacher ist als eine Standardgabel. So wird ein Herunterfallen verhindert.

Kinder Besteck Set – so macht Essen-Lernen Spaß

Normales Besteck kommt für Kinder nicht infrage: Es ist zu groß, zu schwer und mit scharfen Messern und spitzen Gabeln zu gefährlich. Neben dem normalen Besteck gibt es Varianten für die ganz Kleinen. Lustige Motive am Griff motivieren das Kind, das Essen selbstständig zu erlernen. Messer, Gabel und Löffel sind ergonomisch so geformt, dass Kinderhände sie leicht greifen und gefahrenlos zum Mund führen können.

Die richtige Pflege

Silberbesteck ist zwar edel, hat aber den Nachteil, dass es anläuft und schwarz wird. Deshalb sollte Besteck aus Silber immer gut gepflegt werden – allerdings nicht in der Spülmaschine. Nach der Handwäsche mit klarem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Spezielle Silberputztücher kommen zum Einsatz, wenn das Besteck angelaufen ist. Alternativ helfen altbewährte Hausmittelchen: Besteck über Nacht in Bier einlegen, mit einer angeschnittenen, rohen Kartoffel abreiben oder mit einer Zahnbürste und Zahnpasta putzen.

Besteck aus Edelstahl ist pflegeleicht und kann in der Spülmaschine gewaschen werden. Nach dem Waschgang die Spülmaschine öffnen, um den Wasserdampf abziehen zu lassen; am besten das Besteck gleich abtrocknen, um unschöne Wasserflecken zu verhindern.

Einwegbesteck aus Kunststoff/Melamin sollte aus Überlegungen zur Nachhaltigkeit die absolute Ausnahme bleiben. Eine Alternative ist wiederverwendbares Besteck aus Melamin (ein spezielles Harz). Dieses Besteck ist leicht, unempfindlich und pflegeleicht. Nur auf Scheuermittel oder Kratzschwämme sollte man bei der Reinigung verzichten und auch die Mikrowelle ist für Besteck und Geschirr aus Melamin tabu.

Festliche Anlässe: Tisch mit Besteck eindecken

Spätestens seit der berühmten Szene in Pretty Woman steht fest: Ein festliches Mehr-Gänge-Menü kann in Sachen Besteck reichlich nervös machen: Suppe, Salat, Hauptgang, Nachtisch – welches Besteck ist für welchen Gang bestimmt? Um nicht negativ aufzufallen, sollte der Griff instinktiv zum richtigen Besteck erfolgen.

Dabei gilt in Sachen Besteck beim Menü mit mehreren Gängen die einfache Regel: Von außen nach innen! Also: Erster Gang – ganz außen liegendes Besteck, für jeden weiteren Gang nimmt man ein neues Besteck von außen weg. Das Besteck für den Fisch erkennt man am stumpfen Messer und den tiefer eingeschnittenen Zinken der Gabel. Über dem Teller liegt das Besteck für das Dessert – Löffel, Gabel und hin und wieder auch ein kleines Messer, das benötigt wird, wenn Brot gereicht wird. Gebrauchtes Besteck sollte die Tischdecke nicht mehr berühren.

Die Anordnung ist bei einfachen Mahlzeiten wie folgt: In der Mitte kommt der Menüteller, links die Tafelgabel, rechts Tafelmesser und Tafellöffel, über den Teller ein zweiter Tafellöffel und über das Tafelmesser und den Tafellöffel kommt das Glas auf die rechte Seite des Tellers.

Bei Festtagstischen wird es weitaus komplizierter. Menüteller, Platzteller Vorspeisenteller, Suppentassen und Untertassen, Salatteller, Brotteller, Tafelbesteck, Vorspeisenbesteck, Dessertbesteck und Buttermesser sowie mehrere Gläser sorgen für reichlich Verwirrung. Hierbei ist die Gestaltung sehr schwer und lässt sich am besten mit einer Grafik erklären.

Anordnung von Besteck und Tellern